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Wasserqualität in Alt Jabel : Quellwasser für das Waldbad

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Das Waldbad in Alt Jabel ist dieser Tage in aller Munde. Auch deshalb, weil hier am vergangenen Sonntag die neue Rutsche in Betrieb genommen wurde. Seitdem kommen noch mehr Besucher.

svz.de von
erstellt am 19.Jul.2013 | 06:05 Uhr

Alt Jabel | Das Waldbad in Alt Jabel ist dieser Tage in aller Munde. Auch deshalb, weil hier am vergangenen Sonntag die neue Rutsche in Betrieb genommen wurde (SVZ berichtete). Seitdem kommen noch mehr Besucher in das beliebte Bad, ist von Bademeister Fred Klinge zu hören. Dieser Tage kam eine "Besucherin" sogar weit vor der offiziellen Öffnungszeit in Klinges Reich: Ria Rönckendorf. Sie ist Hygiene inspektorin vom Fachdienst Gesundheit des Landratsamtes Ludwigslust-Parchim. Ihre Aufgabe ist es, die Wasserqualität im Waldbad zu prüfen. Von Mai bis September werden alle Bäder regelmäßig kontrolliert.

Es ist 9 Uhr. Ria Rönckendorf packt eine Teleskopstange aus, befestigt am unteren Ende ein kleines Plastikgefäß und schöpft Wasser aus dem Becken. "Die Probe nutze ich, um Temperatur und ph-Wert des Wassers festzustellen", sagt die Inspektorin. Das Thermometer zeigt 22 Grad Wassertemperatur (bei 25 Grad Lufttemperatur) an. Der pH-Wert liegt bei 8,47. Rönckendorf: "Der Wert liegt vollkommen im Soll. Alle Werte von 6 bis 9 sind völlig in Ordnung."

Danach versenkt Ria Rönckendorf an einem Seil eine weiße Scheibe im Schwimmbecken. "Dieses Verfahren dient dazu, festzustellen, ob das Wasser trübe ist", sagt die Expertin. "Die Scheibe sollte bis zu einer Tiefe von mindestens einem Meter unter der Wasseroberfläche zu sehen sein. Dann wäre auch in dieser Beziehung alles bestens." An diesem Morgen ist die weiße Scheibe 1,50 Meter unter der Oberfläche noch zu sehen. Fazit: "Das Wasser ist völlig klar, Schwebstoffe sind nicht vorhanden", sagt Ria Rönckendorf. Vom Badesteg aus sieht das Wasser im Becken zwar etwas trübe aus, doch der Eindruck täuscht. "Das ist wegen des sandigen Untergrunds", erklärt die erfahrene Hygieneinspektorin.

Abschließend verstaut sie noch eine Wasserprobe in einem Spezialbehälter. Die Probe wird nach Schwerin ins Landesamt für Gesundheit und Soziales geschickt, dort im Wasserlabor auf Keime untersucht. Die Ergebnisse werden innerhalb von 48 Stunden zum Fachdienst nach Ludwigslust zurückgeschickt.

Als erstes Ergebnis ihrer Untersuchungen konnte Ria Rönckendorf feststellen, dass vor Ort alle Parameter in Ordnung waren. Für Bademeister Fred Klinge eigentlich keine Überraschung: "Wir speisen unser Becken aus einer Quelle gleich hinter dem Gelände. In der Woche verdunsten rund zehn Zentimeter Wasser von der Oberfläche. Wir öffnen dann den Schieber und lassen frisches Wasser nachfließen."

Ganz genau achten Klinge und seine Kollegen auch auf das totale Tierverbot auf dem Gelände. "Hunde dürfen nicht rein", sagt Fred Klinge kategorisch. Auch Entenkot, mit dem andere Badeanstalten manchmal zu kämpfen haben, gibt es hier nicht.

Übrigens ist das Schwimmbecken im Waldbad Alt Jabel, das in drei Teile (ein Nichtschwimmer- und zwei Schwimmerbecken) unterteilt ist, insgesamt mit einer Million Litern Wasser gefüllt.

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