Projektgruppe Glaisin vor vollendete Tatsachen gestellt

<strong>Kritisieren</strong> den Rückzug des Ludwigsluster Bürgermeisters Reinhard Mach als Vorsitzender der Glaisiner Projektgruppe  (von links): Manuela Kämpf, Wilfried Oeding und Holger Friel von der kreisweit offenen Bürgerinitiative 'LandWindLeben'. <foto>hasz</foto>
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Kritisieren den Rückzug des Ludwigsluster Bürgermeisters Reinhard Mach als Vorsitzender der Glaisiner Projektgruppe (von links): Manuela Kämpf, Wilfried Oeding und Holger Friel von der kreisweit offenen Bürgerinitiative "LandWindLeben". hasz

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21. März 2013, 06:01 Uhr

Glaisin/Ludwigslust | Die Mitglieder der Bürgerinitiative "LandWindLeben" (LWL) aus Glasin kritisieren den Rückzug des Ludwigsluster Bürgermeisters Reinhard Mach als Vorsitzenden der Projektgruppe "Windpark Glaisin". Dieses Verhalten von Mach, der sich im Verlauf einer Informationsveranstaltung der Glaisiner Einwohner im vergangenen November (SVZ berichtete) selbst für den Vorsitz vorgeschlagen hatte, löst bei der BI Unverständnis aus. Insbesondere, weil sich die Projektgruppe das erste und einzige Mal seit der Gründung im vergangenen Februar zusammenfand, um vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, ärgert es den LWL-Vorstand.

Für die LWL-Vorsitzende Manuela Kämpf ist ebenfalls eine offene Frage, ob Vertreter der Bürgerinitiative und wer überhaupt der künftigen Facharbeitsgruppe "Erneuerbare Energien" (siehe SVZ vom 21. März, Seite 16), unter dem Vorsitz des Ludwigsluster Bürgermeisters angehören wird. "Wir als BI sind ja nicht gegen Windkraft, sondern sie muss den Menschen und der Umwelt in der Region Vorteile und Nutzen bringen", argumentiert Kämpf.

Bürgermeister Mach konnte gestern aus dienstlichen Gründen keine Stellungnahme abgeben. Jedoch war aus der Stadtverwaltung so viel zu erfahren, dass die bekannten Interessen der Glaisiner Einwohner - und auch der aus den anderen Ortsteilen der Stadt - in diesem Gesamtplan mit einfließen werden, nach dem die Beschlussvorlage im kommenden Monat das Stadtparlament passiert habe. Es soll dadurch ein Modellplan mit Unterstützung eines Planungsbüros entstehen, der eben alle Arten von Erneuerbaren Energien berücksichtigen werde.

Bei der Bürgerinitiative liege bereits ein eigenes Konzept für die Nutzung von Wind im regionalen Raum, informiert Friel. Schon dabei sei die BI mit Unterstützung von speziell mit der Planung von Windparks befassten Experten auf eine starke Belastung der regionalen Infrastruktur gestoßen. Würden beispielsweise in den Gemarkungen Eldena, Bresegard und Glaisin insgesamt 40 Windräder mit 185 Meter Höhe, die bislang in Offshore-Gebieten auf See eingesetzt werden, entstehen, müssten je Windrad bis zu 1400 Tonnen Beton auf öffentlichen Straßen und Wegen angefahren werden.

Der Vorstand der Bürgerinitiative begrüßt durchaus die Facharbeitsgruppe, die allerdings transparent und auch mit Einwohnern aus möglichen Windparkgebieten besetzt sein sollte, so eine andere Forderung.

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