Ludwigslust : Proben bis jeder Ton sitzt

Bei den Proben achten die „Liver“ auf jedes Detail. Gemeinsam wird dann noch geändert oder verbessert. Fotos: Schulze
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Bei den Proben achten die „Liver“ auf jedes Detail. Gemeinsam wird dann noch geändert oder verbessert. Fotos: Schulze

Vorbereitungen des Liedtheater „Live“ für Elternsinge am kommenden Sonnabend laufen auf Hochtouren / 15-jährige Anouk feiert Premiere

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20. November 2017, 21:00 Uhr

Anouk geht nochmal den Text durch und summt die Melodie leise vor sich hin. Gleich wird sie ihren Song gemeinsam mit dem gesamten Liedtheater „Live“ üben, denn am kommenden Sonnabend findet wieder die traditionelle Elternsinge statt. Für die 15-jährige Anouk ist es die erste. Und da neben den Gesangseinlagen auch getanzt und geschauspielert wird, haben die „Liver“ dieser Tage noch viel zu tun.

Mit welcher Hand haltet ihr das Mikro? Beginnen wir die Choreografie links oder rechts? Und war der letzte Ton so in Ordnung? Viele Fragen ergeben sich während der Probe im Keller der Edith-Stein-Schule, auf jedes Detail wird geachtet. „Wir sind nicht perfektionistisch, aber wollen natürlich so dicht wie möglich rankommen. Das ist unser Anspruch“, erklärt Mandy Balmer, die seit 1996 Mitglied des Liedtheaters ist und neben dem Singen auch Violine spielt.

Ungefähr seit September probt das neunköpfige Team nun schon für den großen Auftritt in der Ludwigsluster Stadthalle. Davor musste erst einmal das Drehbuch für den Abend geschrieben werden. „Wir hatten bereits drei Programme fertig und haben sie wieder verworfen, weil wir irgendwie festgefahren waren. Mit dem jetzigen Stück war es dann ganz anders“, erklärt Sängerin und Gitarristin Kati Willert. In den vergangenen mittlerweile 34 Jahren wurden schon Programme über eine Zeitreise, Geschichten aus dem Altenheim, Vampire und eine Unterwasserwelt vorgeführt. „Worum es in diesem Jahr geht, wird natürlich nicht verraten“, so Eva-Maria Naujoks, musikalische Leiterin der Gruppe. Wichtig sei es den „Livern“, den Nerv der Zeit zu treffen, kleine Alltagsprobleme aufzunehmen und natürlich die Leute zum Lachen zu bringen. „Obwohl die Zuschauer aus der Erfahrung heraus oft an ganz anderen Stellen lachen, als wir das geplant hatten“, erklärt Bassist und Sänger Thomas „Willy“ Willert.

Für Anouk erfüllt sich mit der Mitgliedschaft beim Liedtheater „Live“ ein großer Traum. „Ich bin schon seit vielen Jahren Fan, da meine Mama, Tante und Onkel auch mal hier gesungen haben“, erklärt die 15-Jährige. Ein Jahr hat sie auch schon mal bei den „Rehkids“ gesungen. Aber das große Ziel waren immer die „Liver“. „Sie hat ganz oft nach unseren Auftritten gefragt, wann sie endlich bei uns anfangen darf“, erinnert sich Eva-Maria Naujoks. Bei der Elternsinge am Sonnabend wird Anouk nun ihre Premiere feiern.

Zu der Elternsinge gehören auch die „Rehkids“, der Chor der Lenné-Schule, der ebenfalls von Eva-Maria Naujoks geleitet wird. „Wir haben am vergangenen Wochenende beide Tage mit den Jungen und Mädchen geprobt. Das ist intensiv, aber notwendig. Und die sind so ehrgeizig und voll bei der Sache, das ist einfach toll“, erklärt die Pianistin. So haben sie und die Kinder zum Beispiel eine WhatsApp-Gruppe, in der über die Kostüme beraten wird. Für die ist nämlich, ebenso wie bei den „Livern“, jeder selbst zuständig. „Jeder macht sich ’n Kopf für sein Kostüm. Aber einiges ergibt sich tatsächlich auch erst beim Spielen. Und dann sucht man auf dem Flohmarkt oder bei Oma im Kleiderschrank“, erklärt Anke Kreffta, die genau wie Kati Willert seit 1983 Mitglied der „Liver“ ist.

Am morgigen Mittwoch beginnen die Vorbereitungen in der Stadthalle. Max Willert, Sänger und Schlagzeuger, hat sich extra freigenommen, um die Lichttechnik und das Bühnenfeuerwerk vorzubereiten. Am Freitag kommen dann die „Liver“ und „Rehkids“ zur großen Generalprobe zusammen. „Tatsächlich spielen wir dann das erste Mal alle zusammen. Aber das wird schon passen“, so Eva-Maria Naujoks.

Tickets für die 34. Elternsinge, die am Sonnabend um 18 Uhr beginnt, gibt es in der Ludwigslust-Information.

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