Ludwigslust : Prinzessin fast vom Podest gestürzt

Die Skulptur der Reitenden Alexandrine wäre fast von einem VW-Fahrer vom Sockel gestürzt worden. Rechts unten am Bildrand sieht man die verschobene Granitplatte. Ein alkoholisierter Fahrer hatte im Kreisverkehr einen Unfall verursacht.
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Die Skulptur der Reitenden Alexandrine wäre fast von einem VW-Fahrer vom Sockel gestürzt worden. Rechts unten am Bildrand sieht man die verschobene Granitplatte. Ein alkoholisierter Fahrer hatte im Kreisverkehr einen Unfall verursacht.

VW-Fahrer nahm den Kreisverkehr im Zentrum von Ludwigslust nicht für voll und brachte beinahe die Skulptur der Alexandrine zu Fall

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04. August 2016, 21:00 Uhr

Fast wäre Prinzessin Alexandrine vom Sockel gestürzt - ein Autofahrer hatte die Orientierung verloren und war auf die Skulptur im Zentrum der Barockstadt zugerast.

Ereignet hatte sich der Unfall am Mittwochabend gegen 22 Uhr am Alexandrinenplatz in Ludwigslust. Die Details zu diesem Vorfall hatte Gilbert Küchler, der Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust, gestern Nachmittag im SVZ-Gespräch zu bieten.

„Der Fahrer eines VW Vento kam über die Lindenstraße und wollte in Richtung Innenstadt. Geradewegs fuhr er auf den Kreisel zu, aber er hat ihn wohl nicht richtig wahrgenommen und kam dann erst an der Statue der Reitenden Alexandrine am Alexandrinenplatz zum Stehen“, schildert Gilbert Küchler den Vorgang.

„Der Aufprall war so stark, dass beide Airbags auslösten, der Motor fiel aus und beide vorderen Reifen platzten. Die Felgen waren auch hinüber“, so der Revierleiter weiter. Als die Beamten des Polizeireviers kurz darauf am Unfallort eintrafen, stand der Mann schon neben seinem Fahrzeug und gab an, unverletzt zu sein. Den Polizisten fiel dabei seine undeutliche Aussprache und sein Alkoholatem auf. „Bei der Überprüfung wurde ein Atemalkoholwert von 1,1 Promille festgestellt. Der Kreisverkehr war schlecht beleuchtet und es hatte am Mittwochabend sehr stark geregnet. Und die alkoholische Beeinflussung hat wohl auch dazu geführt, dass der Mann nicht richtig reagiert hatte und den Unfall verursachte.“ Das Podest auf dem die Alexandrine ist gut 40 Zentimeter hoch, der Mann kam mit seinem Wagen darüber zum Stehen. „Die Beamten nahmen eine Anzeige auf, der VW-Fahrer, der aus der Region kommt, wird sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehr s und wegen Trunkenheit zu verantworten haben“, ergänzte Klaus Wiechmann, der Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust. Den Führerschein wollte der Mann nicht freiwillig abgeben, so mussten ihn die Beamten beschlagnahmen. „Nach Abschluss der Ermittlungen durch die Polizei wird der Sachverhalt an die Staatsanwaltschaft übergeben. Und die entscheidet dann, wie es in diesem Fall weitergeht“, so Klaus Wiechmann.

Von der Polizei wurde die Stadt Ludwigslust noch am Abend per Fax über den Vorfall informiert und auch auf den entstandenen Sachschaden hingewiesen, den der Fahrer angerichtet hatte. So war eine der Granitplatten um eineinhalb Meter verschoben worden und zudem hat der Unfallverursacher tiefe Spuren im Kiesbett hinterlassen. Den Schaden schätzt die Polizei auf mehrere tausend Euro. „Der VW Vento war erheblich beschädigt, der Wagen musste abgeschleppt werden“, ergänzt der Revierleiter. Und inwieweit dann die Versicherung dann für den Schaden aufkommt, muss geklärt werden. Auf jeden Fall wird die Stadt Ludwigslust eine Reparatur veranlassen müssen, war von Bürgermeister Reinhard Mach zu hören, der gestern Mittag die Spuren des Unfalls in Augenschein nahm. „Wenn alle Ermittlungen abgeschlossen sind und die Ergebnisse vorliegen, werden wir uns als Stadt mit der Versicherung verständigen und das nötige veranlassen“, so Bürgermeister Reinhard Mach.

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