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Ludwigsluster Tageblatt

14. Dezember 2017 | 02:01 Uhr

Ludwigslust : Prinzenpalais braucht Fördergeld

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Stadt Ludwigslust zeigt Staatssekretär aus dem Bundesbauministerium, was Städtebauförderung bewirken kann

von
erstellt am 17.Sep.2014 | 20:00 Uhr

Der Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach ist sicher ein Mann mit Ecken und Kanten. Was ihm aber auch seine Kritiker nicht vorwerfen können, ist, dass er nicht jede Gelegenheit nutzen würde, etwas Gutes für seine Stadt herauszuholen. Gelegenheit gab es bei einem Politikerbesuch aus Berlin. Der Niederbayer Florian Pronold (41) ist nicht nur Landesvorsitzender der Bayern-SPD, sondern vor allem Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Kein politisches Leichtgewicht, ein Mann, der zunehmendes bundesweites Medieninteresse findet. Pronold war einer Einladung des hier gewählten SPD-Bundestagsabgeordneten Frank Junge gefolgt.

Ludwigslust profitiert seit Jahren von Städtebaufördermitteln. Millionen sind bereits für die Sanierung des Stadtzentrums ausgegeben worden. Der Bürgermeister hat seinem Gast bei einem Stadtrundgang gezeigt, dass Ludwigslust mit solcherart Fördermitteln etwas anzufangen weiß. Eine Besuchsstation war die Alte Post in der Schlossstraße, die nicht nur vor dem Abgleiten in den Status einer Ruine bewahrt, sondern auch einer neuen Nutzung zugeführt wurde. Ein paar hundert Meter weiter konnte der Gast aus dem politischen Berlin das Kontrastprogramm erleben. Das Prinzenpalais am Bassin ist eine einzige Ruine, die sich im Privatbesitz befindet. Es gehört zu den geschichtsträchtigen Ludwigsluster Häusern. Um 1765 war es durch Baumeister Johann Joachim Busch als Wohnhaus für Kammerherren und Adlige errichtet worden. Den Staatssekretär zu sensibilisieren, dass auch hier die Städtebauförderung greifen muss, dieses Anliegen der Stadt war ebenfalls unübersehbar.

Die Gelegenheit ist günstig. „Mit der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2014 hat der Bundestag das Gesamtvolumen der Städtebauförderung auf insgesamt 700 Millionen Euro angehoben“, erklärt Frank Junge. Und Florian Pronold hat insbesondere das Quartier zwischen Schloss und Stadtkirche beeindruckt. Das konnte man an seinem Gesicht ablesen. Gerade ist das Bundesprogramm „Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus“ mit einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro neu aufgelegt worden. „Es soll auch im Haushaltsjahr 2015 in gleicher Höhe und mit gleicher Schwerpunktsetzung fortgeführt werden“, so der Staatssekretär.

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