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Vielank : Prächtiges Jubiläumsfest in Hohen Woos

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

725 Jahre-Feier: Bühnenprogramm im Zelt und Gemeinde-Kinderfest unter freiem Himmel. Kremser-Touren durch die Heide wurden nicht genehmigt

svz.de von
erstellt am 30.Mai.2016 | 08:16 Uhr

Erstmals urkundlich erwähnt, wurde der von Wald und Natur umsäumte Ort Hohen Woos im Jahre 1291. Auch der Nachbarort Alt Jabel führt die Gründung auf dieses Datum zurück. Während die Alt Jabeler ihre Gründung bereits am 8. Mai feierten (SVZ berichtete), spendierten die aktuell 51 Einwohner von Hohen Woos mit Unterstützung von Gemeinde, Feuerwehr und Vereinen am Sonnabend ein abwechslungsreiches Jubiläumsfest. Der Angelverein Rögnitztal Tewswoos feierte das 25-jährige Bestehen zudem im Rahmen dieses Festtages in Hohen Woos.

An die Zeiten, als die Griese Gegend wesentlich dichter besiedelt war, darin erinnerte Gemeinde-Bürgermeisterin Christel Drewes in ihrer Festansprache im Festzelt. Land- und Forstwirtschaft, die Herstellung von Gips, Kali- und Salzabbau, die Produktion von Teer, Teerpappe und Ziegel und jede Menge Arbeit für Handwerksbetriebe garantierten den Menschen in der Griesen Gegend Lohn und Brot. Alt und Jung unter einem Dach, das wurde dort bis in die jüngere Gegenwart groß geschrieben, hieß es im Rückblick von Bürgermeisterin Drewes. Das Dasein von Hohen Woos wird heute insbesondere durch viele Feriengäste geprägt. „Es bleiben die alten Gebäude als stumme Zeitzeugen. Ich wünsche mir, dass dies den Besitzern noch lange gelingt“, war von Drewes der Wunsch für die Zukunft.

Wird die Anzahl der Besucher des Jubiläumsfestes aus den umliegenden Dörfern als Maßstab für ein Miteinander genommen, dürfte die Zukunft in diesem Sinne rosig aussehen. Was allerdings nicht zum Gelingen des Komplettprogramms beitrug, ist die aktuelle Verordnung der Stadt Lübtheen, die das Betreten des ehemaligen Truppenübungsplatzes regelt, war von Amtsvorsteher Burkhard Thees zu erfahren. Geplante Kremser-Fahrten zum Ort Quast, der im Sperrgebiet liegt, wurden nicht genehmigt. Thees kritisierte, dass in dem Areal täglich Holztransporte unterwegs sind und große Jagden abgehalten werden. Die Kremser-Fahrten waren ohne Abzusteigen auf ehemaligen Wegen für Panzerfahrzeuge vorgesehen und wurden nicht genehmigt.

Doch auch ohne diese Touren hoch auf dem Pferdewagen bot das Jubiläumsfest beste Unterhaltung. Silke Lemke und Irmgard Wolf mit vielen Helfern hatten nicht nur für üppige kulinarische Angebote gesorgt, sie bescherten den Besuchern im Festzelt auch ein Sangesreigen in Mundart, den der neugegründete Hohen Wooser-Chor munter zum Besten gab. Die Tewswooser Seniorengruppe überraschte später mit einer flotten Line-Dance-Vorführung.

Zur besten Kaffeezeit startete der Kindertag der Gemeinde Vielank draußen am Festzelt. Vielleicht war es die sommerlich-heißen Temperaturen, weshalb die Kinder zuerst zur Station der Feuerwehr eilten. Dort hieß es dann „Wasser marsch“ für die Kinder, während Mama, Papa, Geschwister, Oma oder Opa das Löschwasser aus der Kübelspritze durch den Druckschlauch ins Strahlrohr zu pumpen hatten.

Torwandschießen, Casting-Fischen und Stationen, die Geschicklichkeit und Konzentration erforderten, fesselten Kinder wie Jugendliche. Abends wechselten dann die Akteure. Das Tanzvergnügen bot beste Unterhaltung im Festzelt.


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