Ludwigslust : Polizei suchte vermisste Patientin

Diensthundeführer Ralf Gründler und Lucy auf Bahnsteig 4, wo die Spur endete.
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Diensthundeführer Ralf Gründler und Lucy auf Bahnsteig 4, wo die Spur endete.

79-Jährige verschwand Montagabend aus dem Stift Bethlehem in Ludwigslust: Hubschrauber und Spürhunde im Einsatz

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18. Februar 2014, 21:30 Uhr

Polizisten durchstreifen am Dienstagvormittag das Gelände des Stifts Bethlehem in Ludwigslust. Die Beamten prüfen auch angrenzende Straßen und Wege, schauen hinter Büsche und Hecken. Sie suchen eine 79-jährige Patientin, die am Vorabend das Krankenhaus verlassen hatte und seitdem verschwunden ist. Polizeisprecher Klaus Wiechmann sagt am Vormittag: „Die polizeiliche Fahndung nach der Vermissten blieb bislang ergebnislos.“ Inzwischen hatte die Polizei auch die öffentliche Vermisstenfahndung mit einer Personenbeschreibung ausgelöst und um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten.

Die verschwundene Frau stammt aus einem Dorf in der Region Ludwigslust. Bereits in der Nacht hatte die Polizei die Suche nach ihr aufgenommen. Dabei kamen auch Polizeihunde zum Einsatz. Zwei von ihnen verfolgten unabhängig voneinander eine Spur zum nahen Ludwigsluster Bahnhof. Ein Beamter: „Eines der Tiere führte uns auf Bahnsteig 4, wo unter anderem Bahnen der ODEG abfahren.“ Deshalb vermutete die Polizei, dass die Vermisste in einen Zug gestiegen sein könnte.

Noch in der Nacht hatten Beamte daraufhin Bahnhöfe in der Region überprüft, wo die 79-Jährige möglicherweise hätte aussteigen können. Nachdem die Suche in der Nacht und am Dienstagvormittag keine Ergebnisse gebracht hatte, wurde sie im Laufe des Tages nochmals intensiviert. Ab etwa 13 Uhr kreiste ein Polizeihubschrauber über Ludwigslust. Die Besatzung suchte zunächst das Gelände um den Stift Bethlehem aus der Luft ab, zog dann immer weitere Kreise.

Gleichzeitig waren Bereitschaftspolizisten zu Fuß in der Region unterwegs. Gegen 13.30 Uhr traf Polizei-Hauptmeister Ralf Gründler mit seiner Personenspürhündin Lucy (Deutscher Schäferhund) am Stift Bethlehem ein.

Nachdem das achtjährige Tier an einem Schal der vermissten Frau geschnüffelt hatte, nahm Lucy auf dem Stiftgelände (Kanalseite) die Spur auf. Über die Fußgängerbrücke, die den Kanal überquert, wurde das Gelände verlassen. Dann ging es weiter in den Fußgängertunnel, der neben dem Bahnhofsgebäude zu den Bahnsteigen führt. Auf Bahnsteig 4 endete die Spur.

Damit bestätigte Lucy die Suche aus der Nacht. Die Beamten mussten jetzt endgültig davon ausgehen, dass die Vermisste hier wahrscheinlich in einen Zug gestiegen ist.“ Aus diesem Grund wollten Polizeibeamte am Abend auf dem Ludwigsluster Bahnhof auch abfahrende und ankommende Pendler befragen, ob ihnen möglicherweise zur gleichen Zeit am Montag die vermisste Frau aufgefallen ist.

Doch dazu sollte es glücklicherweise nicht mehr kommen. Am Dienstag gegen 15.30 Uhr teilte Polizeisprecher Klaus Wiechmann mit: „Vor wenigen Minuten hat sich ein Zeuge gemeldet, der an einer Böschung nahe der Bahngleise am Schwarzen Weg in Ludwigslust eine Frau entdeckt hat, deren Beschreibung auf die Vermisste passt.“ Kurz danach stand fest: Es war die Gesuchte. Sie lag stark unterkühlt, aber ansprechbar, auf dem Erdboden. Ein Rettungswagen brachte die Frau ins Krankenhaus.

Aus verständlichen Gründen konnte zunächst noch nicht geklärt werden, wie sie zu besagter Böschung am Schwarzen Weg gelangt ist.

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