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Rastplatz Stolpe : Polizei sucht dreiste Tankbetrüger

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An der Tankstelle auf dem Rastplatz Stolpe wurden Betrüger gefilmt, die ihre Fahrzeuge viermal betankt, aber nie bezahlt haben. Die Polizei fragt: Wer erkennt die Diebe, die vermutlich aus der Region kommen?

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erstellt am 27.Aug.2013 | 10:13 Uhr

Stolpe / Neustadt-Glewe | Sie haben die Kapuzen ihrer Jacken über den Kopf gezogen, tragen darunter Basecaps. Einer hat die Kühlerhaube des Pkw geöffnet, überprüft scheinbar den Motorraum. Doch der Eindruck trügt. Die Fotos zeigen zwei Ganoven, die gerade Benzin stehlen.

Die Polizei fahndet bereits seit dem Winter nach den beiden Betrügern. Nachdem die Suche ergebnislos geblieben ist, wendet sich die Kripo jetzt aufgrund eines richterlichen Beschlusses mit Fotos an die Öffentlichkeit. Polizeisprecher Klaus Wiechmann: "Die etwa 20 bis 30 Jahre alten Verdächtigen sollen Mitte Januar bis Ende Februar dieses Jahres Tankbetrug in mindestens vier Fällen begangen haben."

Erstmals schlugen die Täter am 11. Januar 2013 zu. Bis Ende Februar ergaunerten sie sich Sprit für insgesamt rund 500 Euro. In allen vier Fällen wählten die Betrüger die Tankstelle am Rastplatz Stolpe-Süd (Fahrtrichtung Berlin) an der Autobahn 24 aus. Polizeisprecher Wiechmann: "Die Verdächtigen nutzten für ihre Taten einen VW Golf III, einen dunklen VW Passat und einen hellen Peugeot. Offenbar hatten sie Firmenaufschriften an den Autos abgeklebt, um diese unkenntlich zu machen."

Kurz zuvor Kennzeichen von Autos gestohlen

Besonders frech: Immer stahlen sie unmittelbar vor dem Benzinklau in Neustadt-Glewe und Grabow die Kennzeichen parkender Autos und montierten sie an die Fahrzeuge, mit denen sie zur Tankstelle fuhren.

Die Hoffnungen der Polizei, die Tankbetrüger jetzt zu schnappen, beziehen sich vor allem auf zwei Fakten. Zum einen könnte es sich bei den Tatfahrzeugen um Firmenautos handeln. Klaus Wiechmann: "Die Seiten der Autos waren zum Teil sehr aufwändig abgeklebt, möglicherweise um Firmenaufschriften unkenntlich zu machen. Wir gehen davon aus, dass die Autos den Männern gehören oder aus ihrem Umfeld stammen." Zweitens müssen die Betrüger gute Ortskenntnisse besitzen und stammen deshalb nach Vermutung der Polizei aus der Region. Polizeisprecher Wiechmann: "Wir denken, dass sie ihre Taten vorweg geplant haben."

Für die Kripo ein nicht alltäglicher Fall. Zwar haben es die Beamten in der Region öfter mit Tankbetrügereien zu tun. So fassten Polizisten im April einen 52-Jährigen, der an der Tankstelle "Schaalsee" bei Gallin seinen Mercedes für über 90 Euro betankt und dann ohne zu bezahlen davon gefahren war. Er konnten kurz nach der Tat auf dem Parkplatz Brenz bei Neustadt-Glewe gestellt werden. Dank schneller Informationen durch Mitarbeiter der Tankstelle "Schaalsee" konnten im Winter mehrere weitere Tankbetrüger kurz nach ihren Taten gestellt werden.

Neu im jüngsten Fall ist, dass offenbar dieselben Täter in so kurzer Zeit immer wieder ein- und dieselbe Tanke für ihre Beutezüge aussuchten. Klaus Wiechmann: "Dabei gingen sie ungewöhnlich dreist vor. Sie wussten sehr wohl, dass sie gefilmt wurden, ließen sich aber davon nicht abhalten. Es wurde sogar ein zusätzlicher Kanister mit Sprit gefüllt."

Die Polizei hofft jetzt auf Hinweise zu den beiden Verdächtigen, die zu den Tatzeiten jeweils Sportbekleidung (Jogginghose und Kapuzenshirt) sowie Mützen trugen.

Wer Hinweise zu diesen Vorfällen bzw. zu den auf den Fotos abgebildeten Personen geben kann, möge sich bitte mit dem Autobahnverkehrspolizeirevier in Stolpe (Tel. 038725- 500) in Verbindung setzen.

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