Grabow : Polizei hebt Drogen-Labor aus

Die Polizei rückte auch mit einem Laster  auf der Marnitzer Straße in Grabow an. Fotos: dref
Die Polizei rückte auch mit einem Laster auf der Marnitzer Straße in Grabow an. Fotos: dref

Durchsuchungsaktion am gestrigen Mittwoch in Grabow und im Landkreis Prignitz / Insgesamt drei Cannabis-Aufzucht-Plantagen gefunden

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19. Februar 2014, 07:00 Uhr

Sie rückten am Morgen an und sicherten offenbar so viel Beweismaterial, dass es nur per Lkw und Hänger abtransportiert werden konnte.

Ein altes Haus an der Marnitzer Straße in Grabow. Es gehörte früher zum ehemaligen Hydraulikwerk, soll zuletzt als Wohnhaus genutzt worden sein. Und möglicherweise auch als Drogenlabor. Am Mittwoch nun unterbrachen Polizeibeamte die morgendliche Ruhe. Mehrere Stunden lang durchsuchten die Polizisten das Haus, trugen Geräte, wie Wasserpumpen und Heizkörper, hinaus. Technik, die nicht nur im normalen Haushalt verwendet werden kann. Solche Geräte dienen auch für die illegale Aufzucht von Cannabis-Pflanzen.

Und genau darum ging es bei dieser Polizeiaktion. Wie die Staatsanwaltschaft Neuruppin und die Polizeidirektion Nord des Landes Brandenburg am Nachmittag mitteilten, waren am Mittwochmorgen zeitgleich drei Objekte im Landkreis Prignitz und ein Objekt in MV durchsucht worden. Dabei seien drei Cannabis-Aufzucht-Plantagen mit insgesamt etwa 3500 Pflanzen beschlagnahmt worden.

Ganz offensichtlich handelte es sich bei einem der durchsuchten Objekte um das Haus an der Marnitzer Straße in Grabow. Wie SVZ erfuhr, soll bei der Durchsuchung eine Polizistin durch einen morschen Fußboden gestürzt sein und Verletzungen erlitten haben. Laut Zeugen soll sie in ein Krankenhaus gebracht worden sein. Gerüchte über einen angeblichen Schuss dagegen bestätigten sich zunächst nicht.

Die Durchsuchungen erfolgten im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Neuruppin wegen des Verdachts des illegalen Anbaus von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die Menge der sichergestellten Pflanzen und deren verschiedene Wuchsstadien ließen auf so genannte „Profi-Plantagen“ schließen. Sechs Personen, darunter zwei Frauen, seien vorläufig festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft prüfte gestern Nachmittag nach eigenen Angaben Anträge auf Erlass von Haftbefehlen.

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