Tuckhude : Politiker erkunden die Lewitz

Lewitz-Ranger Ralf Ottmann (l.) auf einem Rastplatz in der Lewitz im Gespräch mit den SPD-Politikern Frank Junge und Dirk Friedriszik (r.).
Lewitz-Ranger Ralf Ottmann (l.) auf einem Rastplatz in der Lewitz im Gespräch mit den SPD-Politikern Frank Junge und Dirk Friedriszik (r.).

Landtagskandidat Dirk Friedriszik und Bundestagsabgeordneter Frank Junge von der SPD auf Lewitz-Tour mit Ranger Ralf Ottmann

svz.de von
13. Juni 2016, 19:00 Uhr

„Hier lebt eine Biberfamilie mit einem Jungtier“, erklärt Ralf Ottmann seinen Begleitern und zeigt auf die Biberburg am Ufer der Müritz-Elde-Wasserstraße.

Der ehrenamtliche Lewitz-Ranger hatte am gestrigen Montag Besuch: Der SPD-Landtagskandidat für den hiesigen Wahlkreis, Dirk Friedriszik, wollte sich vor Ort über die Lewitz informieren. Er wurde begleitet vom SPD-Bundestagsabgeordneten Frank Junge.

Auf einer Tour durch die Lewitz berichtete Ralf Ottmann über die Lewitz, sprach auch über Probleme, die es aus seiner Sicht gibt. Beispielsweise über die Wiesenmeisterei in Tuckhude, die laut Beschluss der Stadtvertretung Neustadt-Glewes verkauft werden solle. „Sie ist das Tor zur Lewitz und könne zum Beispiel bei der Einstufung der Lewitz als Naturpark eine wichtige Rolle spielen“, so Ottmann, der als ehrenamtlicher Ranger u. a. Führungen durch die Lewitz anbietet.

Dirk Friedriszik äußerte, die Wiesenmeisterei solle aus seiner Sicht wieder der Öffentlichkeit als touristischer Anlaufpunkt zugänglich gemacht werden, was bei einem Verkauf allerdings vermutlich nicht der Fall sein werde.

„Ich könnte mir hier ein Museum vorstellen und einen Ort, an dem Lewitz-Besucher nachts rasten können, beispielsweise im Rahmen eines Jugend-Camps. Auch als Ausgangspunkt für Radtouren durch die Umgebung ist der Ort geeignet“, meinte Dirk Friedriszik, der betonte, dass sich ein Lewitz-Naturpark als Touristenmagnet und landwirtschaftliche Nutzung nicht ausschließen würden.

Die Einstufung der Lewitz als Naturpark würde auch dazu führen, dass Mensch und Natur besser in Einklang miteinander existieren können, betonte Ranger Ralf Ottmann erneut.

Während der gestrigen Tour durch die Lewitz führte er seine Gäste auch an Orte, die sowohl einem nachhaltigen Tourismus als auch dem Naturschutz dienen. So zum Beispiel der Aussichtspunkt an der Dütschower Brücke, von dem aus sich dem Betrachter ein herrlicher Blick über die Fischteiche bietet.

An einer Fischtreppe mit Rastplatz erläuterte Ralf Ottmann den Sinn einer solchen Treppe, der auch darin bestehe, dass durch den Wasserfluss in einem ansonsten stehenden Gewässer der Sauerstoffaustausch dort verbessert werde. Bei der Fahrt durch die Friedrichsmoorsche Allee hob Dirk Friedriszik deren Charakter als eine der ältesten Alleen Deutschlands hervor, die einst das Jagdschloss Friedrichsmoor mit Ludwigslust verbunden habe. Er könne sich die Renaturierung der Allee vorstellen, so Friedriszik.

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