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Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 03:15 Uhr

Ludwigslust : Plattenblock weicht dem Stadtumbau

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Findorffstraße 2 bis 8 in Ludwigslust bald Geschichte

von
erstellt am 07.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Vorsichtig rollt der Bagger die aufgeschüttete Rampe bis in den ersten Stock des Hauses hinauf. Der mächtige Greifer frisst sich in den Beton und trägt ihn Schritt für Schritt ab. Der Wohnblock Findorffstraße 2 bis 8 in Ludwigslust gibt Stück für Stück seine Geheimnisse preis. Zimmerwände werden sichtbar. Dort wo einmal Treppenstufen waren, zeichnen sich dicke graue Linien im Beton ab. Da wird eine Wechselsprechanlage sichtbar, die einmal dem Erstkontakt mit Besuchern diente. Eine Ära geht zu Ende, die in der Zeit begann, als in den sechziger und siebziger Jahren mit dem Plattenbau und damit der Schaffung von Wohnraum in der ehemaligen DDR begonnen wurde. Auch im Parkviertel.

Das Ludwigsluster Plattenbaugebiet hat bereits in den letzten Jahren sein Gesicht verändert. Nun also wird ein weiteres Puzzlestück der Silhouette sein Gesicht wandeln. Nach Auskunft von Harry Lutzke, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Vewoba, die der Auftraggeber für die Abrissarbeiten ist, soll der seit langem leer stehende Wohnblock bis zum 30. Juni abgerissen werden. Was dann mit der brach liegenden Fläche geschieht, ist bisher unklar. Es werde noch im Mai eine Aufsichtsratssitzung geben, auf der über das weitere Vorgehen entschieden werde, so Harry Lutzke. Gedacht ist an einen Architektenwettbewerb, um nach den besten Ideen für die künftige Gestaltung dieser Fläche zu suchen.

Von den Anwohnern der Findorff- und der angrenzenden Straßen werden die Abrissarbeiten mit Interesse verfolgt. Ob hier aber künftig eine Rasenfläche entsteht, wie sich eine Anwohnerin gegenüber SVZ wünschte, ist eher unwahrscheinlich, das hat der Vewoba-Geschäftsführer bereits durchblicken lassen. Norbert Pfennig wohnt nicht weit entfernt in der Parkstraße. Auch er beobachtet interessiert, was sich hier in seiner Nachbarschaft verändert. Was denkt er, wenn er den Bagger sieht? „Der Block stand ja schon lange leer, da verfolgt man das Geschehen“, sagt er. Offiziell heißt das Projekt „Wohnungsmarktstabilisierung durch Rückbau in räumlich festgelegten Fördergebieten“. Es ist Teil des Programms Stadtumbau Ost und wird von Bund und Land gefördert.

Das Programm Stadtumbau Ost greift bereits seit mindestens zehn Jahren auch im Ludwigsluster Parkviertel. Es werde weiter fortgesetzt, bestätigt Stefan Schiefele von der Stadtverwaltung. In welchem Umfange, das werde noch entschieden. Sichtbare Zeichen sind bereits der Weg, der um das Parkviertel herumführt und auch neu gestaltete Grünflächen, zum Beispiel zwischen der Suhrlandtstraße und dem Hamburger Tor, darüber hinaus viele andere kleine Mosaiksteinchen.

 

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