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Ludwigsluster Tageblatt

13. Dezember 2017 | 21:55 Uhr

Ludwigslust : Plattdeutsche Premiere

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Hartmut Brun und Dietrich Sabban zu Gast bei der Stadtbibliothek

von
erstellt am 30.Sep.2014 | 07:02 Uhr

Die gemeinsame Lesung von Dietrich Sabban und Hartmut Brun hatte zahlreiche Gäste ins Ludwigsluster Rathaus gelockt. Die Stadtbibliothek hatte die beiden Autoren, die Fritz-Reuter-Preisträger und Johannes-Gillhoff-Preisträger sind und bereits mehrere Bücher in plattdeutscher und auch hochdeutscher Sprache veröffentlicht haben, eingeladen.

Dietrich Sabban und Hartmut Brun fühlen sich in besonderer Weise der Pflege und Verbreitung der plattdeutschen Sprache verbunden und veröffentlichen regelmäßig unterhaltsame, aber auch nachdenkliche Texte für Jedermann. Am bekanntesten ist wohl der jährlich erscheinende „Voss un Haas“-Kalender.

Dietrich Sabban überraschte die Zuhörer mit Texten aus seinem neuen Erzählband „Nahharkels“. Ob der Text „Woanst ut’n Farken ’n Swien ward“ oder der Bericht über den Besuch Dietrich Sabbans beim Bundespräsidenten 2012 auf Schloss Bellevue als Auszeichnung für sein Bürger-Engagement – sie machten neugierig auf mehr, betonte Anke Ballhorn,
Fachbereichsleiterin Kultur der Stadtverwaltung Ludwigslust. „Die Geschichten in seinem Buch sind ehrlich, nachdenklich und humorvoll.“

Hartmut Brun verriet an diesem Abend, was es mit „Hammelfleisch un Räuben“ auf sich hat. Aus seinem Sammelband mit 99 Reimschwänken von 99 Autoren aus vier Jahrhunderten gab es einen fröhlichen Lesespaß mit Versen unter anderem von Fritz Reuter, Felix Stillfried und Heinrich Seidel. Dabei waren es neben den bekannten Autoren auch heute vergessene und kaum bekannte Literaten aus Mecklenburg, die Reimschwänke schrieben.

Den Abschluss bildete ein Reimschwank von Gustav Ritter „Bohnen äten – Arwten schäten“, den man nur in plattdeutscher Sprache vorlesen kann, da die liebenswürdige, nie verletzende Art unsere kleinen menschlichen Schwächen so vortrefflich beschreibt.

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