Baumaßnahmen Bresegard : Planungsentwurf für die L07 abgelehnt

So sieht die Ortsdurchfahrt in Bresegard bei Eldena an vielen Stellen aus.
So sieht die Ortsdurchfahrt in Bresegard bei Eldena an vielen Stellen aus.

Gemeindevertreter von Bresegard bei Eldena sprechen sich gegen die vorliegende Variante zum Ausbau der Ortsdurchfahrt aus

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12. Mai 2017, 16:26 Uhr

Eigentlich müssten sich die Einwohner der 200-Seelen-Gemeinde freuen, dass es nun in Sachen Neubau der Ortsdurchfahrt von Bresegard bei Eldena vorangeht. Aber mit einer Unterschriftenaktion haben nicht nur Anlieger, sondern auch andere Bürger, wie Erben von Grundstücken oder Jagdpächter, ihre Ablehnung zur vorliegenden Straßenausbauvariante zum Ausdruck gebracht. Der Entwurf der Planung sieht vor, dass die Baumreihe auf der einen Seite stehen bleibt, an der Bushaltestelle dann die andere Straßenseite mit Bäumen gesäumt bleibt. Die meisten Bresegarder wollen dagegen, dass alle Bäume gefällt werden und eine neue Baumallee angelegt wird. „Eigentlich sollte es eine Einwohnerversammlung zur L  07 mit dem Straßenbauamt Schwerin am 18. Mai geben. Aber durch die Unterschriftenaktion der Bürger ist diese Versammlung abgesagt worden, da sich das Straßenbauamt mit dem Ministerium absprechen muss, um das weitere Vorgehen zu klären“, so Bürgermeister Eckhard Schulz.

Und die Gemeindevertretung folgt dem Standpunkt der Bürger: Auf ihrer jüngsten Sitzung am Mittwochabend im Gemeindehaus haben die vier anwesenden Mitglieder einen entsprechenden Beschluss gefasst. „Der vorliegende Entwurf ,Unterlagen zur Auslegung in der Gemeinde für eine Straßenbaumaßnahme von 02/2017 vom Straßenbauamt Schwerin’ wird von der Gemeindevertretung Bresegard bei Eldena in der vorliegenden Fassung abgelehnt“, erklärt Bürgermeister Eckhard Schulz. Argumente für diese Entscheidung hat Gemeindevertreter Gerhard Minke aus Vornhorst in einem Entwurf zusammengefasst.

Nach dem Kenntnisstand der Gemeinde sei der am Vorhaben beteiligte BUND nicht bereit, einer Fällung aller betreffenden Bäume zuzustimmen. „Unser Gesprächswunsch diesbezüglich wurde abgelehnt. Und in vielen Orten, wie mehrfach in Ludwigslust – Kirchenplatz, Klenower Straße, Neue Straße, Nummerstraße – und in Balow, wurden solche Fällungen vorgenommen. Das ist für uns unverständlich. Eine entsprechende Ausgleichspflanzung wird von uns befürwortet“, erläutert Bürgermeister Schulz. Der Ortskern, so die Meinung der Gemeindevertretung, würde durch die geplante Baumaßnahme in unzulässiger Weise verschandelt. „Wir fordern, dass die Fahrbahn und der Gehweg in der bisherigen Trasse wieder hergestellt werden“, ergänzt Gemeindevertreter Gerhard Minke. Diese und viele weitere Forderungen und Anmerkungen sind in dieser Stellungnahme der Gemeinde enthalten. Die Bresegarder seien nicht gegen den Neubau der Dorfstraße, aber nicht in der jetzt vorliegenden Entwurfsplanung. Die Einwohner wollen den Neubau in der bestehenden Form: als Allee mit kleinen Bäumen, mit einem Gehweg links der Bäume wie bestehend. Und das wurde auch in der Diskussion in der Gemeinde noch einmal deutlich gemacht.

„Einwendungen der Bürger sind noch bis zum 16. Juni möglich“, sagt Bürgermeister Eckhard Schulz. Die Unterlagen können an den nachfolgenden Sonntagen jeweils von 9.30 bis 11 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus eingesehen werden.

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