zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

24. November 2017 | 03:17 Uhr

Ludwigslust : Plädoyer für die Kinder

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ausschuss beriet zu Neubaugebiet: Zebef-Werkstatt im Mittelpunkt

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 16:48 Uhr

Noch ist es eine Brachfläche: das Gelände hinter dem Ludwigsluster Lindencenter an der Helene-von-Bülow-Straße. Doch schon bald soll hier ein Neubaugebiet mit Eigenheimen und Gewerbebetrieben entstehen – ein sogenanntes Wohn- und Mischgebiet (SVZ berichtete). Nachdem jetzt Untersuchungen zum Lärmschutz durchgeführt wurden, gibt es Probleme. Über die diskutierte am Donnerstagabend der Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr der Stadtvertretung.

Stefan Schiefele, im Rathaus zuständig für Stadtentwicklung und Tiefbau, informierte die Ausschussmitglieder über die Untersuchungen. Demnach sei ein Kernproblem die nahe Bahnstrecke, die östlich des Baugebietes vorbei führt. Nachts sei die Verkehrsbelastung durch die Bahn höher als am Tage, der Lärmpegel wäre dann hoch. Allerdings könne das kompensiert werden, indem keine hohen Eigenheime gebaut werden. Die Schlafräume sollten nach Westen liegen.

Zu überlegen sei, wie mit der Kinder- und Jugendwerkstatt des Zebef e. V. verfahren wird. Sie liegt zwar außerhalb des Planungsgebietes, jedoch ist die Fahrwiese, auf der Jugendliche reparierte Mopeds testen, teilweise im Baugebiet. Das könnte zu Lärmbelästigungen führen. Stefan Schiefele: „Es gibt drei Möglichkeiten: die Fahrwiese bleibt am jetzigen Ort, wird in Richtung Lindencenter verlegt oder direkt auf das Werkstattgelände verlagert.“ Fabian Vogel, Geschäftsführer des Zebef e. V., erläuterte den Ausschussmitgliedern den Nutzen von Werkstatt und Fahrwiese und erklärte: „Wir haben feste Fahrzeiten und sind schon jetzt mit Anwohnern in ständigem Kontakt. Wenn es mal Beschwerden gibt, bekommen wir das bisher immer gehändelt.“ Vogel stellte die Idee in den Raum, Werkstatt bzw. Fahrwiese in einen Familien orientierten Kinderspielplatz zu integrieren. Neben Spiel und Spaß würden die Kinder hier auch noch etwas lernen. „Bitte denken Sie über diese Chance nach“, schloss Fabian Vogel.

Ausschussvorsitzender Uwe Langmaack unterstützte diese Gedanken: „Dort wird hochwertige pädagogische Arbeit geleistet“, sagte er. „Es wäre schade, wenn der Bereich verkleinert oder verlegt würde.“ Dirk Friedriszik äußerte sich ähnlich: „Wir brauchen solche Gelegenheiten für Kinder. Ich habe selbst eine 12-jährige Tochter, die beschäftigt werden möchte.“ Torsten Hinrichs sagte: „Wir müssen den künftigen Bewohnern nur öffentlich sagen, dass es dort so etwas gibt. Dann kann sich später niemand beklagen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen