Wittenburg : Pizza aus MV für die Welt

Tiefkühlpizzen laufen   in Wittenburg über eine Produktionsstraße.
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Tiefkühlpizzen laufen in Wittenburg über eine Produktionsstraße.

Dr. Oetker will ab 2016 Pizza-Produktionsmethoden von Wittenburg aus in die Welt tragen

svz.de von
01. Juli 2015, 07:00 Uhr

Zwei Kräne und zahlreiche meterhohe Betonstelzen am Südring in Wittenburg markieren den Auftakt für den Bau des „Technologiezentrums“ der Firma Dr. Oetker. Der hat vor einigen Tagen begonnen. Bis Mitte kommenden Jahres soll der anspruchsvolle Komplex, der direkt neben dem Pizzawerk errichtet wird, in Betrieb gehen.

In dem neuen Komplex sollen Teams aus der ganzen Welt zusammen mit einer Wittenburger Stammbelegschaft die Ideen für neue Produkte schnell in den großtechnischen Maßstab umsetzen.

Der Bau des Zentrums soll mit der Inneneinrichtung gut 17 Millionen Euro kosten, 2,5 Millionen davon trägt das Land als Fördermittel bei.

Allein der Rohbau schlägt mit elf Millionen Euro zu Buche. Das Projekt der Wittenburger, eine Forschungseinrichtung für den Markt in Wittenburg errichten zu wollen, hatte schon bei seiner Vorstellung vor fast genau einem Jahr für viel Aufsehen gesorgt. Otto Clüsener, Mitglied der Geschäftsführung des Dr. Oetker-Konzerns, hatte damals gesagt: „von hier aus werden wir unsere Technologie in die Welt tragen“. Somit wird Wittenburg eben nicht mehr nur reiner Produktionsbetrieb sein.

Gemeint sind vor allem die verschiedenen Produktionsstätten des Lebensmittelkonzerns. Neben den beiden großen deutschen Pizza-Standorten Wittenburg und Wittlich gibt es auch eine Fabrik in Kanada, in Südafrika, im brasilianischen Sao Paulo, in England oder Australien und China. Die Ideen und das nötige Marketing werden weiterhin von der Zentrale in Bielefeld kommen, die technische Umsetzung erfolgt jedoch in Wittenburg, bestätigte auch Dr. Detlef Förster, der Wittenburger Werkleiter. Förster wird ein erheblicher Anteil an der Entscheidung für den Wittenburger Standort zugeschrieben. Das Wittenburger Werk hat sich in den vergangenen Monaten nach Auskunft von Förster stabil entwickelt. Und das obwohl die Wittenburger Lieferungen nach Nordamerika entfallen sind, weil dort eine eigene Produktion aufgebaut wird.

Und so pendelt die Zahl der Beschäftigten in der Fabrik direkt an der Autobahn A 24 um die 1000 Beschäftigte. Große weitere Ausbaustufen, wie in den vergangenen Jahren üblich, seien derzeit nicht zu erwarten. Begonnen hatte alles 1992 mit gerade einmal 70 Beschäftigten, inzwischen gibt es allein zwölf Produktionsschichten. An vielen Linien wird dreischichtig gearbeitet, pro Jahr verlassen in Wittenburg 200 Mio. Pizzen die Bänder. Sie werden weltweit exportiert. Der Konzern gilt auch in Wittenburger als sozialer Arbeitgeber, z. B. mit Sonderprogramm zur Gesunderhaltung der Belegschaft.

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