zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

18. August 2017 | 14:51 Uhr

Picher : Picher: Nur eine Investition ist drin

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Im Haushalt der Gemeinde sind 18 000 Euro für den Straßenbau eingestellt / Steigt Kreisumlage, stehen freiwilligen Leistungen auf dem Prüfstand

Die Gemeindevertreter von Picher haben ihren Haushalt beschlossen. Damit ist die Gemeinde auch im Jahr 2014 handlungsfähig. Der Gesamtumfang des Haushaltes beträgt 640 000 Euro. Der Etat ist nach den Worten von Bürgermeister Detlef Christ nicht ausgeglichen und weist einen Fehlbetrag von 77 000 Euro auf.

„Unsere Zahlungsfähigkeit ist vorhanden. Für unsere kommunale Arbeit brauchen wir keine Kredite aufzunehmen“, sagt Bürgermeister Detlef Christ und macht auf die Schwerpunkte des laufenden Jahres aufmerksam. 2014 steht nur eine Investition in der Gemeinde an. Im aktuellen Haushalt sind 18 000 Euro für Straßenbaumaßnahmen eingeplant, so hat es die Gemeindevertretung beschlossen.

„Wir müssen im Hasenweg eine Wendeschleife bauen, weil die Straße eine Sackgasse ist und schwere Lkw dort nicht wenden können. Die Fahrzeuge fahren sich dort laufend fest. Und weil der Gesetzgeber ein Rückwärtsfahren von Lkw verbietet, müssen wir als Gemeinde hier handeln. Denn immer wieder fahren dort Lieferfahrzeuge für Brennstoffe und Öl und die Fahrzeuge für Sperrmüllabfuhr rein, die wir dann unter Umständen rausziehen müssen, weil sie sich beim Wenden unten auf der Wiese festgefahren haben“, macht Christ auf das Problem aufmerksam. Die Gemeinde hat in diesem Bereich am Ende des Hasenweges ein kommunales Grundstück, auf dem dann die Wendeschleife entstehen soll. Die Ausschreibung dafür ist noch nicht erfolgt. Auf der Gemeindevertretersitzung im Februar werden sich die Mandatsträger mit der konkreten Umsetzung des Vorhabens befassen. Ansonsten unterhält die Gemeinde ihre Straßen mit den zur Verfügung stehenden knappen Mitteln. „Nur Ausflicken ist hier angesagt, mehr geht nicht“, so der Bürgermeister, der froh darüber ist, dass Picher noch die freiwilligen Leistungen für die Vereine und Verbände, wie Feuerwehr, Landfrauenverein und Volkssolidarität aufrecht erhalten kann. „Das Begrüßungsgeld für die ankommenden Babys halten wir ebenfalls aufrecht. Mit 100 Euro heißen wir die neuen Einwohner willkommen. Im vorigen Jahr begrüßten wir vier neue Einwohner, und ich wünsche mir, dass das auch in diesem Jahr so anhält“, blickt der Bürgermeister voraus. All diese Ausgaben im aktuellen Haushalt der Gemeinde beruhen nach Informationen des Bürgermeisters auf einer Kreisumlage von 42,9 Prozent. Wenn der Kreistag eine höhere Umlage beschließt, steigen die Belastungen für den Haushalt.

„Derzeit haben wir für die geltende Kreisumlage in unserem Etat einen Betrag von 195 000 Euro eingestellt. Sollte die Umlage auf 45 Prozent steigen, werden wir wohl an die 200 000 Euro Ausgaben für die Kreisumlage haben. Wenn die Kreisumlage steigt, haben wir ein Problem. Dann müssen wir nämlich unsere freiwilligen Leistungen überprüfen und hinterfragen, ob wir sie in dem Umfang aufrecht erhalten können, wie bisher. Wenn die Kreisumlage steigt, wird es nicht nur für uns als Gemeinde Picher teuer. Dann müssen alle Kommunen mehr zahlen und das gefällt sicher keinem“, sagt der Bürgermeister und macht auf ein Problem aufmerksam, dass noch nicht behoben ist.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Jan.2014 | 07:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen