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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 17:53 Uhr

Ludwigslust : Pflegelotsen im Betrieb gefragt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

An drei Schulungstagen wurden Teilnehmern aus 13 Unternehmen unserer Region im Zebef in Ludwigslust wichtige Kenntnisse vermittelt

Sie trafen sich an drei Dienstagen im Mehrgenerationenhaus Zebef in Ludwigslust zur Schulung – und am Ende stand ein Zertifikat, das die Teilnehmer nun als betriebliche Pflegelotsen ausweist. Sie kommen aus Unternehmen der Region, aus Hagenow, Boizenburg, Ludwigslust, Vellahn, Zarrentin und aus Parchim. Die Teilnehmer sind in ihren Betrieben zumeist in der Personalabteilung tätig. Und jetzt sind sie qualifiziert, als Ansprechpartner zum Thema Pflege und insbesondere zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf Auskunft geben zu können.

„Die Pflegelotsenausbildung ist ein neues Kursangebot in unserem Haus“, sagt Projektleiterin Julia Tölke-Beckers. „Im Oktober 2014 haben wir damit begonnen, ehrenamtliche Pflegelotsen als Ansprechpartner in ihren Gemeinden auszubilden. Nun haben wir in diesem Jahr das Angebot auf die Schulung betrieblicher Pflegelotsen erweitert“, so die Zebef-Mitarbeiterin.

„Wir haben in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Betriebe im Landkreis angesprochen, die familienfreundlich sind. Im Oktober fand jetzt die erste Schulung statt und mit 13 Teilnehmern war das auch ein guter Auftakt in die neue Reihe“, ergänzt Zebef-Geschäftsführer Fabian Vogel. „Die Dozenten konnten eine Menge Fachwissen vermitteln. Die Teilnehmer waren alle sehr motiviert und fanden diese Veranstaltung sehr spannend und interessant. Sie hatten auf diesem Gebiet keinerlei Kenntnisse und auch bei der Einschätzung des Kurses, die wir im Nachhinein über Fragebögen erfragten, gab es durchaus positive Rückmeldungen“, so Julia Tölke-Beckers. Denn das Thema Pflege betrifft schon lange nicht nur Familien, sondern auch immer mehr Betriebe in Deutschland. Die Firmen müssen sich zukünftig auf eine wachsende Zahl pflegender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Betriebe, die ihre Beschäftigten bei der Pflege unterstützen und so helfen, Pflege und Beruf in Einklang zu bringen, müssen später nicht auf das Know-how ihrer erfahrenen Kolleginnen und Kollegen verzichten.

„Zu den Aufgaben des betrieblichen Pflegelotsen gehört es, gesetzliche Ansprüche für berufstätige Angehörige und betriebliche Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Bei Bedarf können die betrieblichen Pflegelotsen ihre Kollegen dann an Pflegestützpunkte und Netzwerkpartner weitervermitteln oder einen Kontakt zu diesen herstellen. Und die Pflegelotsen klären auf, welche Gelder man bei der Pflegekasse bekommen kann. Eine Teilnehmerin konnte so schon nach zwei Schulungstagen ihr Wissen in einem konkreten Fall in ihrem Betrieb weitergeben und so dem Mitarbeiter weiterhelfen“, fügt Julia Tölke-Beckers hinzu.

Die Projektförderung für die Pflegelotsenausbildung läuft zum Jahresende aus, was Fabian Vogel sehr bedauert. „Wir würden uns natürlich als Projektträger freuen, wenn dieses Angebot, wenn das, was als Energie eingeflossen ist, weiterlaufen könnte“, so der Zebef-Geschäftsführer auch mit Blick darauf, dass es derzeit bereits 50 ehrenamtliche Pflegelotsen im Kreis gibt.

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