Ludwigslust-Parchim : Pflegelotsen auch 2017 im Einsatz

Angelika Lübcke engagiert sich weiterhin für das Projekt Pflegelotsen
Angelika Lübcke engagiert sich weiterhin für das Projekt Pflegelotsen

Koordinatorin Angelika Lübcke freut sich über Kreistagsbeschluss: Projekt wird im kommenden Jahr mit 25 000 Euro kofinanziert

svz.de von
29. Dezember 2016, 07:49 Uhr

Angelika Lübcke startet erleichtert ins neue Jahr. Grund: Das Projekt Pflegelotsen wird auch 2017 im Landkreis Ludwigslust-Parchim Bestand haben. Noch im November sah dies ganz anders aus. „Die Fortführung des Projektes hing am seidenen Faden“, erklärt Angelika Lübcke. Bislang wurde das Projekt über den Pflegesozialplan des Landes finanziert. Jetzt aber kürzt Mecklenburg-Vorpommern das Geld. Dem seit 2011 bestehenden Projekt drohte das Aus. „Ich finde es schade, dass der Landkreis für dieses Projekt kein Geld in die Hand nehmen wollte“, erläutert die Koordinatorin weiter. Nach Gesprächen mit Land und Kreis kam aber endlich Bewegung ins Spiel. „Es war wirklich knapp.“

Nach Kreistagsbeschluss steht nun fest: Das Projekt Pflegelotsen wird im kommenden Jahr mit 25  000  Euro vom Kreis kofinanziert. „Bis Jahresende wird es das Projekt dann auf jeden Fall geben.“

Einmal im Monat treffen sich die Koordinatoren mit ihren ehrenamtlichen Pflegelotsen. Angelika Lübcke betreut den Raum im ehemaligen Altkreis Lübz, im Bereich Ludwigslust engagiert sich Julia Tölke-Beckers. „Für unsere Pflegelotsen ist diese Rücksprache unendlich wichtig. Das geht nur mit hauptamtlichen Betreuern“, verdeutlicht Angelika Lübcke die Notwendigkeit des Projektes. Für die Siggelkowerin steht fest: Sie werde weiterkämpfen, schließlich ist der Bedarf da. Vor allem im kommenden Jahr, wenn zum 1. Januar 2017 die Pflegereform greift.

Aus Pflegestufen werden -grade. Schon jetzt werden die ehrenamtlichen Helfer gefragt, was sich ändert, worauf geachtet werden muss. „Derzeit rufen mich Leute an und fragen nach, ob sie Widerspruch gegen Bescheide einreichen müssen“, erzählt Angelika Lübcke. Diese und weitere Fragen können die Pflegelotsen beantworten.

Als Informanten wie auch Aufklärer sind derzeit mehr als 50 Pflegelotsen im Landkreis Ludwigslust-Parchim im Einsatz. „Elf Lotsen konnten wir dazugewinnen und im November gemeinsam in Ludwigslust schulen.“ Die Koordinatorin freut sich, dass vor allem in Plau am See und Sternberg Pflegelotsen gefunden wurden. „Dort konnten wir weiße Flecken ausmerzen.“ Nach weiteren ehrenamtlichen Helfern wird dennoch gesucht. „Wir kämpfen darum, dass das Projekt verstetigt wird. Mein Wunsch wäre es, in jeder Kommune einen Pflegelotsen vor Ort zu haben.“ Jetzt müssten dafür die Weichen gestellt werden. Auch in den Betrieben wird immer mehr das Bewusstsein für das Thema gestärkt, beobachtet die Siggelkowerin. „Wir haben viele Pflegelotsen, die berufstätig sind. “

Im kommenden Jahr werden weitere Schulungen stattfinden, gerade mit Blick auf die bevorstehende Pflegereform. „Das System scheint viel besser zu sein als vorher. Ob es in der Umsetzung genauso vorteilhaft ist, wird sich noch zeigen müssen.“ Angelika Lübcke glaubt an den Erfolg, setzt weiterhin auf ihre Pflegelotsen im Kreis.

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