Vielank : Pferdesteuer ist vom Tisch

Die Idee von der Erhebung der Pferdesteuer hatte im vergangenen Jahr viel Protest, wie auf diesem Ausritt in Techentin, ausgelöst.
Die Idee von der Erhebung der Pferdesteuer hatte im vergangenen Jahr viel Protest, wie auf diesem Ausritt in Techentin, ausgelöst.

Nach einem Rundem Tisch nehmen die Gemeindevertreter ihr Pläne zurück / die Interessengemeinschaft „Griese Gegend Pferdeland“ und das Dorf wollen jetzt enger zusammenarbeiten

von
06. März 2015, 07:00 Uhr

Entwarnung für die Pferdehalter in Vielank: Die im Oktober von Gemeindevertretern ins Gespräch gebrachte Pferdesteuer wird nicht kommen. Wie Bürgermeisterin Christel Drewes informiert, habe man sich in der zurückliegenden Woche am Runden Tisch ohne große Diskussion darauf geeinigt, die Pferdesteuer nicht mehr auf die Tagesordnung zu setzen. Die Gemeindevertretung habe sich im Vorfeld des Runden Tisches mehrere Male getroffen und sei zu dem Schluss gekommen, dass die Pferdesteuer sich in Vielank nicht lohne. „Der bürokratische Aufwand wird viel zu hoch bei den wenigen Pferden, die es in unserem Dorf betrifft“, sagte Drewes. Denn in Vielank würde letztendlich nur das Halten von zehn Freizeitpferden besteuert werden können. „Die anderen Pferde werden nachweislich zum Broterwerb eingesetzt oder bekommen ihr Gnadenbrot. Und damit sind sie von vornherein von der Steuer ausgenommen“, so Drewes.

Die Pferdehalter haben die Nachricht mit Erleichterung aufgenommen. „Ich bin schon mit einem guten Bauchgefühl zu dem Runden Tisch gekommen“, sagt Silke Storeck. Sie arbeitet auf dem Hof AS in Woosmerhof und ist Mitglied der IG „Griese Gegend Pferdeland“. Der Abend sei sehr harmonisch verlaufen, erzählt sie. Am Ende hätte sich die ganze Angelegenheit sogar ins Gegenteil gekehrt. In Zukunft wolle man mehr miteinander arbeiten, gemeinsam Ideen für neue Einnahmequellen entwickeln. So könnten sich die Pferdefreunde auf Dorffesten zum Beispiel mit Reitparcours, Kutschfahrten oder Ponyreiten einbringen. Außerdem wird über einen „Tag des Pferdes“ in der Gemeinde nachgedacht. „Wir könnten eine Arbeitsgruppe für touristische Entwicklung gründen“, sagt Angela Händler vom Reiterhof AS. „Die Griese Gegend ist ein Pferdeland. Auch damit kann die Region aufgewertet und Touristen ins Land geholt werden.“ Für Angela Händler war die Entscheidung der Gemeinde gegen die Pferdesteuer auch eine Entscheidung für ihren Hof. „Wäre die Steuer gekommen, hätten wir uns von einem Großteil unserer Pferde trennen müssen“, sagt sie. Und auch für Heiko Bäuch, stellvertretender Bürgermeister, hat die „ganze Aufregung über die Pferdesteuer“ heute sein Gutes: „Ohne die Diskussionen hätten wir nicht so schnell zueinander gefunden. Jetzt ziehen wir an einem Strang für unsere Gemeinde.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen