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Kaliss : Pferdefreunde auf Safari durch die Kalisser Heide

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Reiter und Kutschen aus dem ganzen Norden durchstreifen österliche Landschaft der Griesen Gegend

Geschäftiges Treiben am Sonnabendmorgen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Kaliß. Wo noch zu DDR-Zeiten die Grenztruppen ihre Schießübungen absolvierten, herrscht jetzt fast nur noch Idylle.

Den ganzen Morgen sind schon Pkw mit Pferdeanhänger den Waldweg entlang unterwegs zum Treffpunkt. Sie kommen von Rügen, aus Hannover, Hamburg und Schleswig-Holstein, aus Lüchen und dem Rostocker Raum. Osterreiten ist angesagt– ein Ereignis, zu dem die „Pferdefreunde Ostseeküste“ schon das fünfte Ostern hintereinander einladen. Sie waren schon in der Rostocker Umgebung, dreimal aber auch bei Goldberg in der Nossentiner-Schwinzer Heide, jetzt zum ersten Mal in der Griesen Gegend.

„Die Kalisser Heide ist eine herrliche, naturbelassene Waldgegend. Es gibt unheimlich viele Reitwege und wir hatten mit dem Forstamt Kaliß einen sehr guten Ansprechpartner“, sagt Claudia Krempien aus Sievershagen bei Rostock vom Verein der „Pferdefreunde Ostseeküste“. Er ist bestrebt, immer eine Gegend auszuwählen, in der vier verschiedene Reit- und auch eine Kutschtour angeboten werden können und die für Pferde geeignet ist, die „barfuß gehen“, sprich keine Hufeisen tragen.

„Alles läuft gut. Die Organisatoren haben gut vorgearbeitet. Vor einem Vierteljahr wurde bereits begonnen“, sagt Reginald Rink, der Leiter des Forstamtes Kaliß. „Wir haben eine gute Streckenauswahl getroffen, ich denke, das wird die Reiter zufrieden stellen, so dass sie mit den besten Eindrücken aus der Griesen Gegend wieder wegfahren“, so der Forstamtsleiter.

Die „Pferdefreunde Ostseeküste“ sind ein Zusammenschluss von privaten Pferdebesitzern, Reiterhöfen und -ställen, von Pferdeinteressierten, die im Raum nordwestlich von Rostock zu Hause sind und sich vor allem für Reitwege einsetzen. Auch Pferdefreunde aus der hiesigen Region machen mit, zum Beispiel aus Kaliß, Neu Göhren und Malk Göhren.

„Was unsere Mitglieder für Pferde haben, ist völlig egal. Das kann ein Pferd von Pippi Langstrumpf oder auch ein Muli sein, das vor der Kutsche läuft.Wir haben auch ein Distanzpferd dabei, das läuft sonst 120 Kilometer am Tag. Für dieses Tier wird das heute ein Spaziergang“, schmunzelt Claudia Krempien.

Am Sonnabend gab es vier verschiedene Ausritttouren. Die Warmbluttour war mit 28 Kilometern die längste. Die 22 Kilometer lange Westerntour sah dann vor allem Cowboys durch die Griese Gegend reiten. Auf der 14 Kilometer langen Genusstour ging es nur im Schritt und Trab entspannt zur Sache. Und auch eine Kindertour wurde angeboten, auf der die Kids unabhängig von ihren Eltern unterwegs sein konnten. Die Kutschentour ergänzte das Angebot.

99 Reiter und 34 Kutschgäste hatten sich eingefunden, um auf ihre Weise in die Osterfeiertage zu starten.

 

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erstellt am 22.Apr.2014 | 07:00 Uhr

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