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Verpackungsideen : Perfekter Schutz für zarte Schalen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Wittenburger eggbox GmbH behauptet sich mit patentierten wie innovativen Verpackungsideen auf dem Weltmarkt

von
erstellt am 08.Sep.2014 | 07:41 Uhr

Als ruhelos-genialer Tüftler und Entwickler von Verpackungsmaschinen wollte Hartwig Chamier von Gliszczynski der herkömmlichen Fasergussverpackung für die sensiblen Frühstückseier etwas Stabileres entgegensetzen.

„Also entwickelte er die Eierverpackung aus Wellpappe, das System eggbox, und sorgte nebenbei für einen entscheidenden Zusatznutzen, nämlich die vollflächig bedruckbaren Oberflächen“, erinnert sich Helge Schultze an die gemeinsamen Anfänge. Der 51-Jährige und Chamier sind die klugen Köpfe hinter der Produktidee.

„Die eggbox zieht die Aufmerksamkeit der Kunden wie keine andere Eier-Verpackung an. Und das aus jedem Blickwinkel. In punkto Maschinengängigkeit stellt sie sogar eine kleine Revolution dar“, ist sich der Diplom-Wirtschaftsingenieur selbstbewusst sicher. Seit 2010 gibt es die eggbox GmbH in Wittenburg. Mit zwei Mitarbeitern gestartet, beschäftigt sie heute acht Frauen und Männer im Zwei-Schicht-System. Neun Maschinen sorgen auf rund 2200 Quadratmetern Produktionsfläche für einen reibungslosen Betrieb.

„Die Kommunikation über Grafik und Farben ist eine tolle Sache. Denn Produzenten müssen die Aufmerksamkeit im Regal wecken. Alles, was drucktechnisch machbar ist, bringen wir auch auf die Schachtel. Das geht von fotorealistischer Darstellung bis zur comichaften Anmutung. Und wenn man das macht, muss man auch in der Lage sein, größere Mengen zu produzieren“, erklärt der Geschäftsführer weiter. Und spricht von rund 40 Millionen Schachteln pro Jahr. „Diese Verpackungen müssen auf vollautomatischen Eierpackmaschinen laufen und sie müssen sich stapeln lassen, das ist die Schwierigkeit“, sagt Schultze. Der Bedarf an Eierverpackungen in Europa sei riesig. „Wir sind beispielsweise bei Rewe, Edeka und etlichen Bio-Läden präsent. Unser Exportanteil der Verpackungen liegt bei zwei Dritteln der Produktion. Wir liefern nach Österreich, in die Schweiz, nach Luxemburg, Griechenland, Italien, Russland, Polen und England.“ Ihre selbst entwickelten Maschinen exportieren die Wittenburger mittlerweile sogar bis nach Australien, Südamerika, Südafrika, Thailand und Russland.

Im Ausland stehe man neuen Produkten offener gegenüber als in Deutschland. „Obwohl langsam hierzulande ein Umdenken beginnt, um regionale Waren zu verkaufen.“ Durch die Wahl von Farbe, Gestaltung und Information auf der Verpackung könne man das Interesse bei den Kunden wecken. „Wenn er sie erstmal in den Händen hält, legt er sie in den meisten Fällen schließlich auch in seinen Einkaufskorb.“ Dass seine Firma im vergangenen Jahr den Weltverpackungspreis verliehen bekam, habe nicht nur ihn, Schultze, sondern das gesamte Team stolz gemacht. „Das war für uns höchstes Lob und Bestätigung von Fachleuten und Endverbrauchern.“

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