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Neustadt-Glewe : Per Drehleiter aus Schule gerettet

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gestern Einsatzübung der fünf Feuerwehren des Amtes Neustadt-Glewe an der Karl-Scharfenberg-Schule

von
erstellt am 12.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Rauchentwicklung in der Karl-Scharfenberg-Schule: So lautete gestern das Einsatzszenario für die Alarmübung der Feuerwehren des Amtes Neustadt-Glewe. Geprobt werden sollten die Abläufe von der Evakuierung des Gebäudes bis hin zur Rettung von Personen.

Gegen 10.17 Uhr löste der Amtswehrführer von Neustadt-Glewe Reinhard Sturm den Alarm aus. Er koordiniert die Einsätze der fünf eintreffenden Wehren aus Neustadt-Glewe, Brenz, Blievenstorf, Hohewisch und Neuhof. Aus einem Fenster im zweiten Stock dringt Rauch – alles für die Übung bestens vom Sicherheitsbeauftragten der Schule, Michael Arndt, vorbereitet. „Wir haben vom Amtswehrführer eine Nebelanlage bekommen, um den Rauch zu simulieren. Im Vorbereitungsraum im 1. Obergeschoss wurde die Rauchmaschine dann angeworfen. Ich selbst habe dann vom Rauchmelder die Abdeckkappe abgemacht und die Nebelanlage voll aufgedreht“, erläuterte Hausmeister Enrico Jörs das Vorgehen.

Allerdings klappt es nicht ganz. Der Rauchmelder, der eigentlich automatisch auslösen müsste, reagiert nicht, Enrico Jörs eilt gemeinsam mit Wartungstechniker Marco Klein in das Schulhaus. Enrico Jörs löst dann den Rauchmelder mit der Hand aus. Marco Klein von der Firma, die die Anlagen von der Sicherheitsbeleuchtung über Rauch- und Wärmeabzugsanlage bis hin zur elektroakustischen Alarmierung wartet, kann die Panne nicht verstehen. „Erst vor gut 14 Tagen ist die Anlage gewartet worden“, so Marco Klein .

Inzwischen haben 245 Schüler mit ihren Lehrern das Schulgebäude verlassen - ganz unaufgeregt und ohne Hektik. „Solche Übungen machen wir zweimal im Jahr, das Verlassen der Schule klappt immer gut. Und wir schaffen das meist in einer Zeit unter 1:30 Minuten“, sagte Schulleiterin Ute Ott am Rand des Geschehens. Ein Einsatzfahrzeug der Wehr Neustadt-Glewe rollt auf das Schulhofgelände. Sofort bauen Einsatzkräfte der Neustädter Wehr eine Leiter auf und steigen mit Atemschutzgeräten über eine Leiter in die zweite Etage. In diesem Raum befindet sich noch ein Schüler, den die Feuerwehrleute über die Leiter ins Freie bringen. Oben im 4. Obergeschoss der Schule dringen Hilferufe aus dem Fenster. Neustadts Bürgermeisterin Doreen Radelow, die eigentlich als Mitglied der Neustädter Feuerwehr selbst im Einsatz wäre, stellt eine zweite Person dar, die gerettet werden muss. Lars Warnke von der Ludwigsluster Feuerwehr fährt die Drehleiter aus, seine Kameraden steigen hinauf, bergen die Person und bringen sie im Korb der Drehleiter sicher hinunter. Dort warten schon Rettungskräfte des DRK und versorgen die gerettete Person. Das Geschehen wurde von Waldemar Peschel von der Amtswehrführung Ludwigslust-Land genau beobachtet und bewertet. Mit dabei war auch Gilbert Küchler, der sich als Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust aus nächster Nähe anschauen wollte, wie sich zum Beispiel die Menschenströme bewegen und wie die Evakuierung abläuft. „Alle alarmierten Wehren waren schnell am Einsatzort, aber leider mit einer geringen Zahl an Einsatzkräften“, so Amtswehrführer Reinhard Sturm. „Wir wollen natürlich keinen Ernstfall, aber wir sind froh, auf diese Notsituationen vorbereitet und gewappnet zu sein“, sagt Ute Ott, die dann von der Amtswehrführung gegen 11 Uhr den Hinweis bekommt, dass die Übung zu Ende sei , Schüler und Lehrer die Schule wieder betreten dürfen.

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