Ludwigslust : Pendlerparkplatz mit innovativer Entwässerung

Baggerfahrer Bernd Pfeffer trägt auf dem Areal an der Tarnow-Straße die Erde ab.  Fotos: Neumann
Baggerfahrer Bernd Pfeffer trägt auf dem Areal an der Tarnow-Straße die Erde ab. Fotos: Neumann

Bauarbeiten am Bahnhof haben begonnen. Provisorische Stellfläche am Tunneleingang geschaffen

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03. Juni 2015, 07:00 Uhr

Bagger, Walze und Lkw bestimmen derzeit die Szenerie zwischen Rudolf-Tarnow-Straße und Bahnsteig 1 des Ludwigsluster Bahnhofs. Nach dem Abriss von Gebäuden und der Kampfmittelsuche hat endlich der Neubau des geplanten Pendlerparkplatzes begonnen. „Derzeit sind wir dabei, den Boden bis zu 1,20 Meter tief abzutragen“, erklärt Marc Feßler, Bauleiter der beauftragten Firma MUT Kommunalbau Ludwigslust. „Dabei wird auch der Sprung beseitigt, den es im Gelände gibt.“ Der künftige Parkplatz werde zum Bahnsteig hin gleichmäßig ansteigen.

In der kommenden Woche sollen diese Erdarbeiten abgeschlossen sein. Dann können die Bauleute beginnen, das Entwässerungssystem – kein gewöhnliches übrigens – zu verlegen. Über das Areal verteilt werden unterirdische Speicher aus Kunststoff in die Erde gebracht. „In diesen Sickerboxen wird das Niederschlagswasser gesammelt, das dann nach und nach ins Erdreich sickert“, erklärt Marc Feßler. „Durch dieses innovative System wollen wir erreichen, dass das Niederschlagswasser vor Ort versickert und nicht ins öffentliche Kanalnetz fließt“, ergänzt Jens Gröger, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadtverwaltung. „Nur für den Fall von Starkregen gibt es einen Notüberlauf, über den das Wasser in die Kanalisation geleitet werden kann.“

Knapp über eine Million Euro investiert die Stadt Ludwigslust in die Park- & Ride-Anlage, die insbesondere Bahn-Pendlern die morgendliche Stellplatzsuche erleichtern soll. In Bahnsteignähe entstehen 183 Plätze für Pkw, darunter fünf behindertengerechte, 14 Stellflächen für Motorräder, 16 abschließbare Fahrradboxen sowie 96 überdachte Stellplätze für Fahrräder. Die Stadt kann bei diesem Projekt nicht nur 94 000 Euro aus dem Förderfonds Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern der Metropolregion Hamburg nutzen, sondern rechnet auch mit ÖPNV-Fördermitteln vom Land zur Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Ende Oktober/Anfang November dieses Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin müssen die Pendler damit leben, dass in Bahnhofsnähe noch weniger Stellflächen zur Verfügung stehen. Denn dort, wo jetzt der Bagger die Erde abträgt, gab es bis vor Kurzem noch einen unbefestigten Parkplatz. Als kleinen, aber keineswegs vollständigen Ausgleich dafür hatten die MUT-Leute in der vergangenen Woche am Ende der Bahnhofstraße einen provisorischen Parkplatz mit rund 20 Plätzen geschaffen. Dafür war auf einer Fläche neben dem Tunneleingang eine rund 20 Zentimeter dicke Schottertragschicht aufgebracht worden. Dieser Platz werde nach Fertigstellung der P- & R-Anlage aber wieder verschwinden, so Marc Feßler.

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