zur Navigation springen

Ludwigslust : Paul nimmt App genau unter die Lupe

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

13-Jähriger Schüler aus Ludwigslust macht mit beim Wettbewerb „Jugend testet“/ Geldpreise und Reisen warten auf die Gewinner

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2015 | 07:00 Uhr

Welche Tiefkühlfritten sind wirklich knusprig? Welche Foto-App hat die beste Auswahl an Filtern? Und welche Kopfhörer erleiden so schnell keinen Kabelbruch? Fragen wie diesen können Jugendliche beim Wettbewerb „Jugend testet“ auf den Grund gehen. Und zu denen, die über die bloße Neugier hinaus auch einmal als Tester fungieren wollen, zählt Paul Drückler aus Ludwigslust. „Ich habe mich für den Bereich Applikationen und Technik entschieden. Und da ganz speziell für WhatsApp“, so der 13-Jährige, der Schüler einer 8. Klasse in der der Ludwigsluster Regionalschule „Peter-Josef-Lenné“ ist. WhatsApp ist ein Messenger, mit dem man über eine Internetverbindung am Smartphone mit anderen Nutzern chatten oder sogar telefonieren kann.

Aufmerksam auf den Wettbewerb wurde Paul durch einen Beitrag in der SVZ und da dachte er sich, da machst du mit. „Jeder hat sicher schon etwas von WhatsApp gehört oder ist Nutzer dieses SMS-Dienstes. Aber in der App steckt sehr viel, und vieles ist gar nicht bekannt, so zum Beispiel was die App mit den eigenen Daten macht“, so Paul. Der Achtklässler hat sich schon eine Kladde angefertigt, welche Schwerpunkte bei seinem Test im Vordergrund stehen. „Die Aufgabe ist, die Testergebnisse in einem Bericht festzuhalten. Höchstens zehn DIN A-4-Seiten, da muss man aber schon ganz genau überlegen, wie man die Seitenzahl füllen kann“, sagt Paul und hat sich schon Gedanken gemacht. Er will die App nach eigenen Kategorie bewerten und da steht der Datenschutz im Mittelpunkt. Da gibt es Möglichkeiten, darauf als Nutzer der App selbst Einfluss zu nehmen, indem man spezielle Einstellungen vornimmt.


Datenschutz ist ein wichtiges Kriterium


„Denn es geht ja heute vor allem um die Frage: Wie sicher sind meine Daten und weiß ich denn, was die App mit meinen Daten macht?“, sagt Paul , der seit drei Jahren WhatsApp nutzt und seither die Entwicklung mitverfolgt hat, vom Design bis zum Angebotsspektrum. So ist es ja heute z.B. in der medialen Welt gang und gäbe, Daten an die Werbung zu verkaufen.

Beim Testen als Grundlage für seinen Bericht wird Paul nicht nur im Internet recherchieren, er wird auch Schüler aus seiner Klasse zu diesem Thema und Leute aus seinem Umfeld befragen. „Denn es ist ein Thema, das vor allem junge Leute interessiert. Und es ist doch spannend zu sehen, was das Produkt kann und man mit seinem Testbericht mit dazu beitragen kann, dass andere Leute das Produkt oder in diesem Falle die App aus anderer Perspektive betrachten können“, erklärt Paul auch sein Interesse, bei „Jugend testet“ mitzumachen. Und nebenbei ist es dann auch eine prima Sache, wenn man noch etwas gewinnen kann.

Zu gewinnen gibt es einiges: Geldpreise im Gesamtwert von 12  000 Euro und Reisen nach Berlin, ergänzt Cindy Böhme aus dem Bereich Kommunikation von Stiftung Warentest. Die Anmeldung ist unter jugend-testet.de möglich. „Ob einzeln, mit Freunden oder mit der ganzen Klasse – jeder, der zwischen 12 und 19 Jahre alt ist, kann mitmachen.“

Und was kann man testen? Es ist alles möglich, so lange es in eine der beiden Wettbewerbskategorien Produkt- oder Dienstleistungstest passt: Fotoservices, Bio-Limo, Haarspray oder Musikplattformen im Internet – die Teilnehmer entscheiden. „Was man dafür braucht? Eine spannende Testidee, genaue Beobachtung und eine nachvollziehbare Dokumentation. Die Teilnehmer führen ihren Test komplett eigenständig durch. Den Siegern jeder Wettbewerbskategorie winken Preise von 1500 bis 2500 Euro“, so Cindy Böhme.

Ein Tipp an dieser Stelle: Erfahrungsgemäß ist die Konkurrenz in der Kategorie Dienstleistungstests weniger groß als bei den Produkttests.

Teilnehmer können sich bis zum 30. November 2015 online unter www.jugend-testet.de anmelden. Dort gibt es auch alle weiteren Informationen zum Wettbewerb.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen