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Ludwigsluster Tageblatt

17. November 2017 | 22:24 Uhr

Grabow : Ortstermin im Waldbad

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Delegation besuchte im Rahmen des Projekts Demografiewerkstatt die bunte Stadt an der Elde

von
erstellt am 01.Jul.2017 | 07:00 Uhr

„Wir haben in den letzten Jahren viel in das Grabower Waldbad investiert. Mit dem Blockheizkraftwerk können wir das Wasser auf angenehme Temperaturen bringen. Auch neue Parkplätze sind im Eingangsbereich des Bades entstanden, und die Außenanlagen sowie der Spielplatz wurden neu gestaltet.“ Das sagte Bürgermeister Stefan Sternberg zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Demografiewerkstatt, die der bunten Stadt an der Elde einen Besuch abstatteten. Das Waldbad als anerkannter Naherholungs- und Veranstaltungsort ist nur eines von vielen Vorhaben, mit denen Grabow innerhalb der Stadtentwicklung in den letzten Jahren gepunktet hat und das wie viele andere Maßnahmen den Besuchern bei einem Arbeitsgespräch im Rathaus vorgestellt wurde.

Grabow gehört zu den sieben Städten, Gemeinden, Kreisen und Regionen, die am bundesweiten Projekt „Demografiewerkstatt Kommunen“ teilnehmen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt das Projekt und gibt Hilfe bei der Entwicklung von Lösungsansätzen. Auch die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt das Vorhaben. Jede beteiligte Kommune wird mit jährlich maximal 40 000 Euro gefördert.

Im Mittelpunkt der Zusammenkunft im Grabower Rathaus standen u.a. die Ergebnisse der Städtebauförderung in Zusammenhang mit der Belebung der Altstadt und des Servicegedankens am Markt. Das heißt, für die Bürger so viel wie möglich an Dienstleistungen im Zentrum zu konzentrieren, wie Bürgerservice und sämtliche Verwaltungsangebote, um auch älteren Menschen lange Wege zu ersparen.

„Wir sehen uns vor Ort um und schauen, was die lokalen Akteure an Vorhaben anpacken und wie sie diese umsetzen wollen“, so Prof. Dr. Martina Wegner. „Wir besuchen jeden der sieben Teilnehmer dieses bundesweiten Projekts, sehen, welche Stärken und Chancen es gibt, um die einzelnen Handlungsfelder mit Leben zu erfüllen. In den nächsten fünf Jahren sollen die Projektteilnehmer demografiefest gemacht werden. Dabei geht es um Themen wie Mobilität, ärztliche Versorgung, soziale Infrastruktur oder Wohnen im Alter. Die Kommunen sollen hierfür beispielhafte Strategien entwickeln und umsetzen.“ Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Bürgerbeteiligung sowie die Kooperation zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. „Und Grabow ist da mit seinem Projekt 2020 schon auf einem guten Weg. Denn wichtig sind die handelnden Personen vor Ort, Stadtvertretung und Stadtverwaltung haben hier in den vergangenen Jahren mit vielen Unterstützern und Partnern aus Vereinen und Verbänden eine Menge in Gang gesetzt“, so Prof. Wegner. „Wir sind zum zweiten Mal hier und kommen immer wieder gerne“, so die Leiterin der Delegation. „Die Kommunen werden in den nächsten vier Jahren ein gemeinsam erarbeitetes Konzept umsetzen, es wird ein Werkstattplan entstehen. Basis ist eine Bestandsaufnahme und ein anschließender Strategieworkshop“, so Anne-Kathrin Teichmüller, die die wissenschaftliche Begleitung des Projekts am Institut für Gerontologie in Dortmund übernommen hat.

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