Ludwigslust : Oma-Hurtig-Projekt für viele Familien der Renner

Oma Karin mit dem kleinen Joschua, den sie über das Oma-Hurtig-Projekt betreut.
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Oma Karin mit dem kleinen Joschua, den sie über das Oma-Hurtig-Projekt betreut.

Seniortrainerin Brigitte Novotny und Koordinatorin Andrea Bade haben mehr Anfragen als Kapazitäten

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04. August 2016, 07:00 Uhr

„Oma und Opa sein zu dürfen, ist Freude und Berufung des Alters. Oma und Opa zu haben, ist ein Geschenk für Kinder.“ Die Weisheit dieses Sprichwortes hat sich Karin Jauert auf ganz persönliche Art zu eigen gemacht. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Projekt „Oma Hurtig“, angesiedelt beim Mehrgenerationenhaus Zebef in Ludwigslust. Oma Karin betreut den kleinen Joschua, dessen Mutti im Stift Bethlehem beschäftigt ist. „Ich mache das jetzt fast schon Jahr und ich mache es sehr gern. Weil alle Beteiligten etwas davon haben. Das Kind, die Eltern, vor allem die Mutti, die ich unterstützen kann, wenn sie Spätdienst hat. Und mir bringt es Freude, wenn ich mit dem kleinen Joschua in den Schlosspark gehe, auf den Spielplatz, wenn der Kleine auf meinem Grundstück mit dem Wasser spielt und die Natur erlebt“, sagte Karin Jauert.

Sie gehört zu den gegenwärtig acht Omas und Opas, die als Wunschgroßeltern Familien mit Kindern unterstützen. „Die Treffen, ein- oder zweimal die Woche, zwischen Wunschgroßeltern und Wunschenkel oder Wunschfamilie, schaffen den Eltern der Kinder dringend notwendige Freiräume für Ausbildung und Beruf oder einfach nur zum Auftanken“, sagt Brigitte Novotny. Sie ist Seniortrainerin und leitet die Wunschgroßeltern an. Dazu gehören Einstiegsgespräche zu Anforderungen und Qualitätsstandards, zu den Vorstellungen der möglichen Oma und Opa Hurtigs über ihre Aufgaben, auch Fortbildungen, so z.B. Erste-Hilfe-Kurse am Kind, werden angeboten.

Seit 2012 gibt es dieses Projekt „Oma Hurtig“ und es hat sich seitdem erfolgreich entwickelt. „Brigitte Novotny hatte die Idee zu diesem Projekt, auch der Name ,Oma Hurtig’ stammt von ihr. Auf der Suche nach einem Partner kam sie zu uns ins Mehrgenerationenhaus Zebef“, erinnert sich Andrea Bade an die Anfänge dieser Initiative. Mittlerweile sind die Wunschomas und -opas nicht nur allein im Einsatz, sie sind jetzt auch als Paare unterwegs. „Vor allem in Ludwigslust, Grabow und Neustadt-Glewe werden ihre Dienste in Anspruch genommen“, so Brigitte Novotny. „Neuerdings sind unsere Senioren auch in Wittenburg aktiv. Eine Familie mit drei netten Kindern freut sich dort über die Hilfe des von uns vermittelten Großelternpaares“, ergänzt die Seniorentrainerin. Die Zahl der Anfragen von Familien auf Aufnahme in das Oma-Hurtig-Projekt übersteigt inzwischen die Kapazitäten der vorhandenen Wunschgroßeltern. Brigitte Novotny: „Momentan liegen uns weitere 23 Anfragen vor. Erst kürzlich hat sich eine junge Familie aus Zarrentin beim Oma-Hurtig-Projekt gemeldet.“

Wer Interesse hat, zwischen 50 und 70 Jahren alt ist, und Oma oder Opa Hurtig werden möchte, sollte sich im Mehrgenerationenhaus Zebef am Alexandrinenplatz 1 in Ludwigslust melden. Über weitere Mitstreiter würden sich die beiden Projektbetreuer Andrea Bade (Tel. 03874 57 18 15) und Seniortrainerin Brigitte Novotny (im Zebef erreichbar unter Tel. 03874 5718 00 und per e-Mail unter zebef@zebef.de) ganz gewiss sehr freuen.

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