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Ludwigsluster Tageblatt

12. Dezember 2017 | 14:56 Uhr

Neustadt-Glewe : Olympiasieger im Laascher Forst

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Klasse 4 a der Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ gewann MV-Waldolympiade / Dafür gab es jetzt einen Erlebnistag

von
erstellt am 26.Jun.2014 | 07:00 Uhr

Sie klettern wieselflink am Stamm einer Kiefer in die Höhe, balancieren gekonnt auf einem über dem Boden gespannten Seil und sind geschickt, wie kaum jemand anders: die Mädchen und Jungen der Klasse 4 a aus der Grundschule in Neustadt-Glewe. Den Mittwochvormittag durften sie statt im Klassenzimmer im Forst bei Klein Laasch verbringen. Als Anerkennung dafür, dass sie vor wenigen Tagen Landessieger der Waldolympiade Mecklenburg- Vorpommerns wurden.

Seit April organisierte die Landesforst MV insgesamt über 80 Waldolympiaden, an denen sich Viertklässler aus mehr als 250 Klassen beteiligten. An sechs Stationen mussten die Kinder ihr Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt im Wald unter Beweis stellen, sich aber auch praktisch betätigen. So musste beim Präzisionssägen ein Baumstamm fachgerecht zerteilt oder Holz in einer bestimmten Zeit vorschriftsmäßig umgestapelt werden. Die Neustädter Klasse 4 a schaffte bei ihrem Wettkampf 114 von 120 möglichen Punkten und gewann den Landessieger-Pokal der Olympiade: eine hölzerne Eule.

Als zusätzlichen Preis gab es am Mittwoch nun einen Erlebnistag im Wald bei Klein Laasch. Kurz nach acht Uhr kletterten die Schülerinnen und Schüler auf den Trecker-Hänger von Dieter Voß, der sie in den Wald fuhr. Zuvor hatte Förster Uwe Galonska die Kinder vor der Schule mit Jagdhornsignalen auf den Tag eingestimmt. Im wenige Kilometer entfernten Forst hatten Detlef Blank und Jan Möller vom Forstamt Ludwigslust gemeinsam mit Azubis mehrere Stationen auf gebaut.

Frank Mahler, im Forstamt Ludwigslust für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, erläuterte: „Die Kinder sollen heute Spaß haben. Aber es geht auch darum, dass sie einen Bezug zum Wald haben und praktische Erfahrungen sammeln. Das ist natürlich dauerhafter als alleiniger Unterricht im Klassenzimmer.“

Am gestrigen Mittwoch konnten die Kinder, gesichert durch ein Seil und die Erfahrung von Forstwirtschaftsmeister Detlef Blank, rund zehn Meter an einem Kiefernstamm in die Höhe klettern. Jette-Philine (10): „Es war erst ein bischen komisch da oben, aber Angst hatte ich keine. Es ist ein schönes Gefühl gewesen. Runter geguckt habe ich aber lieber nicht.“ Klassenlehrerin Christiane Warnke kletterte ebenfalls hoch und gestand: „Unterwegs habe ich überlegt, kehrt zu machen, bin dann aber weiter geklettert.“

Die 9-jährige Helena balancierte scheinbar mühelos über ein zwischen zwei Bäumen gespanntes Seil und bekam Applaus von ihren Klassenkameraden. „Das ist toll, so das Gleichgewicht zu halten“, meinte sie. Überhaupt scheinen die Mädchen der 4 a etwas sportlicher als die Jungen zu sein. Denn beim „Skilaufen“ auf dem Waldweg waren zum Beispiel Sara und Helena im Tandem schneller als alle Jungs. Viel Spaß gab es auch beim Scheibenschießen mit Gummipfeilen. Letzte Station an diesem Vormittag war der Forsthof in Klein Laasch, wo es leckere Bratwürste und Fleischspieße gab. Sara, Helena und Emely stellten hier schließlich noch einen Rekord auf: Sie zogen 40 Holzzylinder aus einer Pyramide, ohne das etwas passierte. Frank Mahler: „Super, die bisherige Bestmarke mit 39 Zylindern stammte vom Stadtfest in Ludwigslust.“

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