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Neustädter zurück aus Rio : Olympia-Glanz mit Dellen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Neustädter Günther Schulz besuchte zehn Tage lang die Spiele in der brasilianischen Hauptstadt . Genereller Eindruck positiv

von
erstellt am 02.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Die Olympischen Spiele haben eine Pause eingelegt, bevor sie mit den Paralympics am 7. September fortgesetzt werden. Günther Schulz aus Neustadt-Glewe zieht dennoch bereits ein Fazit – und zwar ein durchgehend positives. Allerdings hat der Olympia-Glanz für ihn ein paar Dellen.

Häufig nur halb gefüllte Zuschauerränge gehören dazu. Günther Schulz und sein Mitreisender, Dr. Uwe Stengel, Freund aus Jugendtagen, hatten Eintrittskarten zu neun verschiedenen Veranstaltungen unterschiedlichster Disziplinen. Alle schon ein Jahr im Voraus besorgt und damit zu erschwinglichen Preisen von 30 bis 70 Euro bekommen.

Günther Schulz, der auch schon die Olympischen Spiele in London besucht hat, zieht Vergleiche. „Die Spiele in London waren einfach perfekt organisiert“, sagt der Neustädter. Dennoch haben die beiden Mecklenburger ihren langen Trip über den großen Teich keinesfalls bereut. Es gab sie, die olympische Atmosphäre – auch unter den Cariocas, wie die Einwohner von Rio de Janeiro genannt werden. Unter den Olympia-Touristen sowieso. Wer das richtige Flair unter den fünf Ringen erleben wollte, war in Barra richtig, wo sich das Olympia-Gelände erstreckte. Ansonsten mussten in der Tagesplanung die langen Wege zu den Austragungsstätten berücksichtigt werden. Zwei bis drei Stunden Anmarsch waren an der Tagesordnung – auch wenn der Transport sehr gut durchorganisiert war.

Kleines Manko: Ins deutsche Haus kam nicht jeder hinein, auch die beiden Mecklenburger nicht. Dennoch konnte man durchaus Promis in der Millionenmetropole Rio entdecken. Zum Beispiel die frühere Olympiasiegerin im Weitsprung Heike Drechsler, die dann auch nichts gegen ein gemeinsames Foto einzuwenden hatte.

Der Gesamteindruck der Spiele bleibt auch angesichts mancher nicht fertig gewordener Sportstätten gigantisch. „Wir haben direkt an der Copacabana in einem Ferienhaus gewohnt – das war absolut die richtige Entscheidung“, ist Günther Schulz nach wie vor überzeugt. Rio de Janeiro und sein Flair kennenzulernen, dazu bot der Aufenthalt in der brasilianischen Metropole ebenfalls Gelegenheit. Ob der Zuckerhut oder die nicht weniger berühmte Christus-Statue, die Fliesentreppe von Selaron…

Günther Schulz, der als Sportlehrer auch mit Behinderten gearbeitet hat, macht sich ein wenig Sorgen um die Paralympics. Was die Akzeptanz von Spitzenleistungen betrifft, die Nicht-Brasilianer erbrachten, da hat sich das einheimische Publikum bisher als wenig weltoffen gezeigt. „Wenn ich daran denke, dass für die Paralympics erst so wenig Eintrittskarten verkauft worden sind… Ich wünsche den Teilnehmern, dass ihre Leistungen genauso hohe Wertschätzung erlangen“, so Günther Schulz.

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