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Ludwigsluster Tageblatt

24. Oktober 2017 | 13:32 Uhr

Eldena : Oliver Kann neuer Bürgermeister

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gemeindevertretung Eldena wählte aus ihren Reihen Amtsnachfolger von Elke Ferner, die im Februar 2017 zurückgetreten war

von
erstellt am 04.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Selten war die Resonanz auf eine Sitzung der Gemeindevertretung Eldena so groß wie am Donnerstagabend. Auf der Tagesordnung stand die Wahl eines Bürgermeisters oder Bürgermeisterin der Gemeinde. Vorgeschlagen aus den Reihen der Gemeindevertreter wurde Oliver Kann, bislang 1. Stellvertreter, der nach dem Rücktritt von Bürgermeisterin Elke Ferner die Amtsgeschäfte geführt hatte. Dieser Schritt war notwendig geworden, da die bisherige Bürgermeisterin Elke Ferner am 7. Februar dieses Jahres ihren Rücktritt erklärt hatte.

Von den neun anwesenden Mitgliedern der Gemeindevertretung erhielt an diesem Abend Oliver Kann acht Ja-Stimmen, eine Gemeindevertreterin enthielt sich der Stimme. Der Gemeindewahlausschuss des Amtes Grabow hatte auf seiner Sitzung am 13. Juli 2017 festgestellt, dass gemäß Paragraf 67 Absatz 4 des Landeskommunalwahlgesetzes MV in der Gemeinde Eldena durch die Gemeindevertretung ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin zu wählen ist. Die Wahlvorschläge für die Wahl des Bürgermeisters bzw. der Bürgermeisterin waren bis zum 75. Tag vor der Wahl, die zeitgleich mit der Bundestagswahl am 24. September 2017 stattfinden sollte, bei der Gemeindewahlbehörde einzureichen. Das hätte bis zum 11. Juli um 16 Uhr geschehen müssen.

Da für die Gemeinde Eldena bis zum 11. Juli kein Wahlvorschlag eingereicht worden war, ist laut Gesetzesvorlage in der Kommunalverfassung MV ein Mitglied der Gemeindevertretung in das Bürgermeisteramt zu wählen. „Eigentlich möchte ich das nicht machen, und ich stehe noch dazu“, sagte Oliver Kann. „Aber da sich keiner aus der Bevölkerung bereit gefunden hatte, habe ich mich bereit erklärt, dieses Amt zu übernehmen“, so der neu gewählte Bürgermeister von Eldena, der nun bis zur nächsten Kommunalwahl 2019 im Amt bleibt. Vereidigt wurde Oliver Kann anschließend von Stefan Sternberg, der als Leitender Verwaltungsbeamter an dieser Sitzung teilnahm. Zuvor hatte Stefan Sternberg erläutert, wie es weitergehen würde, sollte an diesem Abend kein Bürgermeister gewählt werden. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim würde einen Bevollmächtigten einsetzen, der dann bis zur nächsten Kommunalwahl im Mai 2019 im Amt bliebe. Als letzte Stufe würde dann die Entscheidung des Innenministeriums greifen, und auf die Gemeinde Eldena eine Fusion mit einer anderen Kommune oder Verwaltungseinheit zukommen. Aber das wäre für die Gemeinde der falsche Weg. „Die Gemeinde Eldena entspricht den Kriterien des Leitbildes und ist als Kommune allein voll zukunftsfähig“, erklärt Stefan Sternberg.

Der 1. Stellvertreter des Bürgermeisters musste nun neu gewählt werden, da dieses Ehrenamt ja bislang Oliver Kann innehatte. Mit sieben Ja- und einer Nein-Stimme und bei einer Enthaltung wurde Holger Tröger in dieses Amt gewählt. Als 2. Stellvertreter wurde Andy Schölzel vorgeschlagen. Da der Kandidat aber an diesem Abend nicht anwesend war, wird diese Wahl auf Vorschlag von Oliver Kann als Tagesordnungspunkt auf der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung stehen.

„Wichtig ist, dass wir uns mögen, wir uns nicht gegenseitig kaputt machen. Heute ist dieses Ehrenamt, worüber wir reden, so viel mehr wert, wenn jeder hier im Raum sagt, das ist mein Eldena, das ist meine Gemeinde“, so Stefan Sternberg. „Wenn man sich mit den Menschen zusammenschließt, die etwas für ihre Stadt, für ihre Gemeinde tun wollen, so können wir viel erreichen. Die Bürgermeister von Eldena waren alle streitbar, aber zu den Themen in der Gemeinde. Nehmen Sie ein paar mehr Leute, rücken Sie zusammen, dann können Sie viel schaffen. So eine Gemeinde wie Eldena findet man in unserem Land selten.“ Oliver Kann wünscht sich mehr politische Anteilnahme der Bürger an der Arbeit der Gemeindevertretung. „Uns kann jeder auch persönlich ansprechen, vielleicht machen wir auch mal einen Workshop, um zu zeigen, wie die Gemeindevertretung und der Bürgermeister arbeiten, welche Anforderungen an sie gestellt werden. Sich engagieren und mitmachen ist das einzige, was zählt.“

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