Ludwigslust : Ohne Zensurendruck knobeln

Florian Bruck (2.v.r.) und Lennart Sturm (r.) waren gestern ziemlich schnell mit den Känguru-Aufgaben fertig.
Foto:
Florian Bruck (2.v.r.) und Lennart Sturm (r.) waren gestern ziemlich schnell mit den Känguru-Aufgaben fertig.

Knapp 50 Ludwigsluster Lenné-Schüler bei „Känguru der Mathematik“ dabei / Schulförderverein unterstützte den Wettbewerb

svz.de von
20. März 2014, 14:53 Uhr

Noch nicht einmal die Hälfte der Zeit war vorbei, da packte Lennart schon seine Stifte zusammen: „Fertig.“ In knapp über einer halben Stunde hatte der Zwölfjährige schon alle 24 Fragen des diesjährigen Wettbewerbs „Känguru der Mathematik“ beantwortet. Ob er überall den richtigen der fünf zur Auswahl stehenden Lösungsbuchstaben aufgeschrieben hat, ist noch nicht sicher. „Aber ich habe alle Aufgaben gekonnt“, sagt der junge Ludwigsluster. Seine Aussichten stehen aber nicht schlecht. Immerhin hat er im vergangenen Jahr schon einen dritten Preis errungen, und als Viertklässler holte er einst sogar das T-Shirt für den weitesten Känguru-Sprung. „Das erhält immer der Schüler einer jeden Schule, der die meisten Aufgaben in Folge richtig beantwortet hat“, erklärt Mathe- und Informatiklehrerin Kerstin Prahl.

Gemeinsam mit Lennart Sturm grübelten an der Ludwigsluster Lenné-Schule gestern knapp 50 Mädchen und Jungen über den Auswahlfragen, bundesweit waren es rund 850 000. Für die Ludwigsluster Regionalschüler ist es nicht der einzige Wettstreit. Auch beim Informatik-Biber und beim Vorlesewettbewerb sind sie dabei. Bei Letzterem stellen sie mit Rahel Möbius in diesem Jahr sogar die Regionalsiegerin. „Solche Wettbewerbe sind wichtig, weil sie den Schülern zeigen, dass sich Mathematik und Informatik in unserem Alltag wiederfinden“, sagt Kerstin Prahl. „Außerdem können die Schüler ohne Zensurendruck knobeln.“ Und dazu haben längst nicht nur Einser-Schüler Lust. „Die meisten Teilnehmer haben in Mathe keine Eins“, betont die Lehrerin.

Dass so viele Lenné-Schüler am Känguru-Wettbewerb teilnehmen, ist auch dem Schulförderverein zu verdanken. Er hat für jeden Einzelnen die Teilnahmegebühr bezahlt. Längst nicht das einzige Projekt, das er unterstützt, wie Kerstin Prahl betont, die Vorsitzende des Vereins ist. „Wir unterstützen auch das Schulsportfest, Fahrten ins Theater und zum Musical und zahlen Zuschüsse für Klassenaktivitäten.“ Möglich ist das dank Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Um Geld für die Arbeit zusammenzutragen, ist der Förderverein inzwischen auf der Internetseite schulengel.de registriert. Wer von dort zum Shoppen startet, sorgt dafür, dass an die betreffende Einrichtung Dankeschön-Prämien gezahlt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen