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Ludwigsluster Tageblatt

21. August 2017 | 01:13 Uhr

Dömitz : Öl-Alarm im Dömitzer Hafen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Dömitzer Feuerwehr stoppte Dieselverunreinigung mit Ölsperre / Gestern Nachkontrolle / Weitere Maßnahmen nicht erforderlich

Einsatzfahrzeuge der Dömitzer Feuerwehr und der Polizei halten am Hafen in Nähe der Schiffsanlegestelle. Ein Polizeihubschrauber kreist über dem Areal an der Hafengastronomie. Es ist Mittwochabend, gegen 19.40 Uhr: Im Hafen von Dömitz hat sich ein Ölteppich auf einer Länge von 150 Metern und einer Breite von 30 Metern gebildet. „Gegen 20 Uhr erfolgte die Alarmierung“, berichtete gestern Nachmittag im Gespräch mit der SVZ der Dömitzer Wehrführer Enrico Frenz. „Wir waren mit zwölf Kameraden, einem Löschfahrzeug, einem Mannschaftstransportwagen und einem Mehrzweckboot im Einsatz.

Bei einer sofortigen Kontrolle aller im Hafen liegenden Boote konnte kein Verursacher ausgemacht werden. Eine Ölsperre, in Form von mit Folie überzogenen Schwimmpontons, wurde ausgelegt, um zu verhindern, dass die Verunreinigung aus dem Hafenbecken hinausgelangt und die Elbe verschmutzt“, ergänzt Enrico Frenz.

Ein Hubschrauber der Polizei überflog die Einsatzstelle und dokumentierte das Ausmaß des Schadens. Bei dem Ölfilm handelte es sich nach Aussage des Dömitzer Wehrführers um eine Dieselspur. „Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass etwa 10 bis 15 Liter Dieselkraftstoff ausgelaufen sind.“ Umliegende Boote wurden kontrolliert, auch die Fahrgastschifffahrt überprüfte ihre Schiffe, aber es war hier alles in Ordnung.

Für weitere Ölbekämpfungsmaßnahmen war die Menge des ausgelaufenen Kraftstoffes zu gering. Für die Dömitzer Wehr war der Einsatz am Mittwochabend kurz nach 22 Uhr beendet. „Da kein weiteres Öl in den Hafen abfloss, haben wir mit den anwesenden Kräften von Polizei, Wasserschutzpolizei und Ordnungsamt am Abend vereinbart, die Lage bei einer Vorort-Besichtigung am nächsten Tag neu zu beurteilen, um dann eventuell weitere Maßnahmen zu ergreifen“, ergänzte Enrico Frenz. Wie Ronny Schult, Fachbereichsleiter Ordnung und Bürgerservice des Amtes Dömitz-Malliß weiter mitteilte, zeigte sich im Ergebnis der Nachkontrolle am gestrigen Vormittag, dass weitere technische Maßnahmen nicht erforderlich waren. „So war der Einsatz der Feuerwehr kurz nach 9 Uhr beendet“, informierte Ronny Schult weiter. Die Ermittlungen zum Verursacher laufen indes unvermindert weiter. „Vermutlich kann der Dieselkraftstoff beim Betanken ausgelaufen sein, es könnte aber auch ein Leck in einem Boot sein“, so der Wehrführer.

Aber das sind alles nur Spekulationen, denn bislang konnte noch kein Verursacher ermittelt werden, war von Ronny Schult zu erfahren. Es gebe aber einen Verdachtsmoment, dem die Polizei nachgehe.

Sollten Bürger Hinweise zum Verursacher der Verschmutzung haben, so sollten sich diese bitte an das Polizeihauptrevier in Ludwigslust unter der Telefonnummer 03874-4110 wenden.

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erstellt am 19.Mai.2016 | 17:00 Uhr

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