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Ludwigsluster Tageblatt

21. Oktober 2017 | 08:41 Uhr

Ludwigslust : Öfen im Goldenen Saal eingebaut

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Handwerker einer Hennigsdorfer Firma sind aktuell mit den Arbeiten beschäftigt / Nebenan werden Wandbespannungen restauriert

svz.de von
erstellt am 30.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Heino Handelmann hält alles genau mit der Kamera fest, Papierschilder, die auf Baufelder hinweisen. Der Restaurator von der Firma Art Detox aus Rühstädt (Prignitz) untersucht hier seit einigen Tagen an der Ostwand im Raum 103 des Barockschlosses Ludwigslust die historische Wandbespannung, die aus der Zeit nach 1935 stammt. Diese Wandbespannung wird nicht nur hier im Salon vor der Audienz, sondern auch in drei weiteren Räumen des Schlosses eine Schönheitskur erfahren. „Die Wandbespannung wird gereinigt und restauriert, wobei ein Großteil der abgenommenen Elemente noch nicht so alt ist“, erläuterte der Restaurator gestern im Gespräch mit der SVZ. Diese Bespannungen wurden abgenommen, weil an den Wänden Brandschutzmaßnahmen auszuführen waren. Die Raumausstatter sorgen dann zunächst für eine neue Unterbespannung und gestalten die Oberfläche, ehe dann Heino Handelmann und seinen drei anderen Kollegen die restaurierte Wandbespannungen wieder anbringen. Die anderen Räume, in denen die Wandbespannungen restauriert werden, sind das Wohnzimmer des Herzogs und der Galeriesalon.

Bei der Freilegung der Wandbespannungen im Salon vor der Audienz entdeckte Heino Handelmann kleine Schildchen mit Schriften an der Wand, die auf den frühen Anfang des 19. Jahrhunderts hinweisen. „Dabei könnte es sich um Karten handeln, die sich in einer Ablage als Kartenschrank oder Schatulle befunden haben“, mutmaßte Schlossleiter Peter Krohn.

Einige Meter weiter, im Goldenen Saal des Schlosses, sind Ofensetzer aus Hennigsdorf am Werk. Sie sind aktuell mit dem Einbau der historischen Kachelöfen beschäftigt. „Im Zuge der Sanierung und Stabilisierung des Fußbodens im Goldenen Saal sind die Öfen aufgenommen und restauriert worden“, erklärt Schlossleiter Krohn. Auch die Wandflächen, an denen die Öfen standen, sind inzwischen verschönert worden. Die Arbeiten führten Handwerker der Neumühler Bauhütte aus, die den Wänden eine Goldweiß-Fassung gaben.

Die Öfen im Saal selbst, es gibt vier an der Zahl, müssten aus den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts stammen, so Peter Krohn. Auf den hinteren Kacheln der Öfen ist die Jahreszahl 1956 zu erkennen, diese müssen zu jener Zeit umgesetzt und repariert worden sein, wobei dann andere Kacheln verwendet worden sind, ergänzt der Schlossleiter.

Zusätzlich zu den Kachelöfen verfügte der Saal noch über Kamine – aber bei einer Deckenhöhe von zwölf Metern wird man den Raum wohl nicht recht warm bekommen haben. Restauriert wurden die beiden Öfen vom Kunsthändler-Ehepaar Maike und Udo Arndt aus Berlin-Frohnau, Handwerker der Firma Kamin- und Kachelofenbau Boris Stephan aus Hennigsdorf bauen sie ein.

 

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