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Ludwigsluster Tageblatt

17. August 2017 | 01:51 Uhr

Ludwigslust : Nun wird die weite Welt erobert

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Am Sonnabend nahmen 44 Abiturienten des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums des Landkreises ihre Zeugnisse in Empfang

„Wenn ich mich hier so umsehe, schaue ich in glückliche, stolze und erleichterte Gesichter“, stellt Brigitte Schriefer, Schulleiterin des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Anbetracht des Tages gut gelaunt fest. Denn am vergangenen Sonnabendnachmittag nehmen insgesamt 44 Abiturienten des hiesigen Fachgymnasiums mit wirtschaftlicher Ausrichtung ihre Abschlusszeugnisse freudig in Empfang.

„Nun werden Sie nie wieder Freitagnachmittag eine Klausur nachschreiben oder unangekündigte Tests absolvieren müssen“, scherzt Brigitte Schriefer, die Schüler der Abschlussklassen FGW31 und 32 lachen. „Trotz einiger Tiefen gab es doch auch viele Höhen in Ihrer Schulzeit und wir haben in diesem Jahrgang sieben Absolventen mit einem Einserprädikat zu verzeichnen. Das ist ein sehr guter Durchschnitt. Und Sie wissen alle, wo Sie hinwollen. Daher darf ich heute angehenden Wirtschafts-, Lehramt- und Anglistikstudenten, sowie Bankkauffrauen, Verwaltungs- und Steuerfachangestellten sowie vielen weiteren zukünftigen produktiven Arbeitskräften die Zeugnisse überreichen“, sagt Brigitte Schriefer, die bereits seit sechs Jahren Schulleiterin ist.

Aber auch sie möchte ihren Schützlingen, die bereits eine Studienreise in die Toskana und nach Paris unternommen hätten, noch einige gute Ratschläge mit auf den weiteren Lebensweg geben: „Das Buch von Harpe Kerkeling ‚Ich bin dann mal weg‘ möchte ich heute gerne als Vergleich für Sie und Ihren weiteren Werdegang heranziehen. Wir entlassen Sie heute in die große weite Welt, damit Sie Ihre weite Reise antreten können. Ich kann Ihnen nur sagen, halten Sie sich immer Ihre Ziele vor Augen und ganz wichtig, halten Sie durch. Sollten Sie Blasen an den Füßen haben, gehen Sie einfach weiter. Entdecken Sie Ihre Stärken und Schwächen mit jedem weiteren Schritt und finden Sie zu sich selbst.“

Die drei Jahrgangsbesten wissen auf jeden Fall schon sehr genau, in welche Richtung ihre berufliche Karriere gehen soll. „ Ich wollte schon seit der achten Klasse ein duales Studium der Rechtspflege machen. Daher gehe ich ab diesem Jahr auf die Hochschule in Güstrow“, verrät die 19-jährige Julia Bartram aus Möllenbeck, die mit einem Durchschnitt von 1,2 die Klassen- und Jahrgangsbeste ist. Mit einem Notendurchschnitt von 1,3 folgt Johann Trottner. Der 19-jährige Möllenbecker will ein dreieinhalbjähriges Wirtschafts- und Gesellschaftsrechts-Studium an der Universität in Rostock beginnen und erhält sogar die diesjährige Studienförderung. Die 19-jährige Abiturientin Jenny Bernsee möchte eine Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten bei der AOK machen. Die Herzfelderin ist die Dritte im Bunde der besten Abiturienten mit einem Durchschnitt von 1,4.

Ein sichtlich stolzer Vater fand ebenso die richtigen Worte für diesen feierlichen Anlass. „Wir als Eltern versuchen stets unser Bestmögliches, um Euch auf den richtigen Weg zu bringen und Euch mit allen Kräften zu unterstützen. Wenn ich Euch nun so ansehe, weiß ich, liebe Eltern, wir haben alles richtig gemacht“, betont er und erntet großen Beifall. „Lebt fröhlich, mutig und lasst nicht das Geld Eure Karriere leiten, sucht einen Beruf, der Euch ausfüllt und zu dem ihr Euch berufen fühlt.“ Auch die beiden Festredner, Anne Hippmann und Christoph Fokuhl, Schülersprecher, bedanken sich im Namen ihrer Mitschüler ganz herzlich für die Unterstützung durch Lehrer, Familie und Freunde. „Doch jetzt wird es Zeit, dem Schulalltag den Rücken zu kehren“, ermutigt der 20-jährige Christoph, der nach seinem Bundesfreiwilligendienst ein duales Studium in Hamburg zum Polizisten beginnen möchte, seine nun ehemaligen Mitschüler.


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erstellt am 10.Jul.2016 | 21:00 Uhr

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