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Ludwigsluster Tageblatt

19. August 2017 | 09:33 Uhr

Ludwigslust : Null-Komma-Acht im Zeugnis

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mareike Lotz aus Ludwigslust erreichte in ihrem Abitur 874 von 900 möglichen Punkten – und fliegt jetzt für ein Jahr nach Paraguay

Offiziell steht 1,0 auf dem Abitur-Zeugnis von Mareike Lotz – eigentlich müsste jedoch die Null vor das Komma: Mit 874 erreichten von 900 möglichen Punkten hat die 19-Jährige in diesem Jahr ihre Allgemeine Hochschulreife am Goethe-Gymnasium erlangt. Und ist damit deutlich besser als die Hürde für den 1,0er-Schnitt. Der liegt bei 823 Punkten. Ob 1,0 oder 0,8 ist Mareike relativ egal: „Hauptsache, ich hab mein Abi.“

Ihr Ziel wäre es nie gewesen, ein Null-Komma-Abitur zu schaffen, erzählt Mareike: „Ich wollte mir einfach nur Mühe geben, egal in welchem Fach.“ Ihr Zeugnis belohnt ihre Mühen. Um in Zukunft studieren zu dürfen, musste sie ihre Prüfung in zwei Haupt- und drei Nebenfächern absolvieren. „Meine Leistungskurse waren Mathe und Biologie, auf Grundkurs-Niveau habe ich in Deutsch und Chemie schriftlich Abi gemacht. Religion war mein mündliches Abschlussfach“, sagt die Ludwigslusterin. Besonders viel gelernt hätte sie nicht für die Abitur-Prüfungen – stattdessen habe sie mehr Zeit damit verbracht, mit Mitschülern für Mathe zu pauken.

Ihre Eltern seien stolz auf sie, hätten sie dabei aber nicht unter Druck gesetzt. Im Gegenteil, erklärt die 19-Jährige: „Meine Eltern haben sich natürlich gefreut, dass meine Noten so gut sind. Sie haben aber auch immer wiederholt, dass schlechtere Noten auch okay wären.“

Ihren Erfolg sieht die Abiturientin selbst nicht in der aufgewendeten Zeit nach, sondern während der Schulstunden: „Wenn ich ehrlich bin, habe ich kaum gelernt. Vor Klausuren und Tests am Abend vorher, ja. Aber ich glaube, durch das Aufpassen im Unterricht habe ich vieles behalten.“

Nach dem erfolgreichen Abschluss der zwölfjährigen Schulzeit steht für Mareike jetzt erstmal ein Jahr Paraguay auf dem Programm. „Ich fliege in zwei Wochen für ein Jahr nach Südamerika, um dort an einem Projekt für Kinder, die auf der Straße arbeiten müssen, teilzunehmen“, erzählt die 19-Jährige. Danach wolle sie Medizin studieren. Wo, ist noch nicht sicher – aber in Deutschland soll es sein. „Zwischenzeitlich hatte ich auch überlegt, ob ich nicht in den Niederlanden studiere. Aber da kann es dann Probleme mit der Zulassung geben“, erklärt Mareike, die später gerne einmal für Ärzte ohne Grenzen arbeiten würde. Mit ihrem Zeugnis stehen der Ludwigslusterin alle Türen offen.

 

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erstellt am 27.Jul.2016 | 20:30 Uhr

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