Niendorf a.d. Rögnitz : Nichts als Natur im Garten

Andrea Spaethe in ihrem eigenen Garten.
Andrea Spaethe in ihrem eigenen Garten.

Diplom-Agraringenieurin Andrea Spaethe aus Niendorf a. d. Rögnitz begeht 10-jähriges Unternehmensjubiläum. Auch bei der Aktion „Offene Gärten“ ist sie mit dabei.

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03. Juni 2016, 21:00 Uhr

„Es gibt Orte, die haben eine Super-Ausstrahlung. Und Niendorf ist ein solcher Ort“, schwört Andrea Spaethe. Deshalb hätten sie und ihr Mann Frank damals, Ende der 1990-iger Jahre, beschlossen, hier ihr neues Zuhause aufzubauen. „Wir waren damals auf einem Ausflug in der Gegend hier. Die Landschaft hat uns sofort gefallen, und gleich das erste Haus, das wir später besichtigten, hatte es uns angetan“, so Andrea Spaethe. Dabei ist es sicher Zufall, dass dieses Haus in der Lindenstraße steht. Aber: „Auch wegen der großen Bäume im Dorf habe ich mein Herz ganz schnell an Niendorf verloren“, gesteht sie.

Die Diplom-Agraringenieurin arbeitete damals zunächst weiter an „ihrer“ Uni in Hannover, wohnte mit der Familie – neben Ehemann Frank zwei Töchter und ein Sohn, die heute zwischen 12 und 16 Jahre alt sind – aber schon im Haus in Niendorf an der Rögnitz.

In diesem Monat nun feiert Andrea Spaethe ein Jubiläum: das zehnjährige Bestehen ihres Unternehmens „Gartenplanung & Gestaltung“. Denn mit der Unternehmensgründung im Juni 2006 erfüllte sich für die heute 48-Jährige ein Traum: Gärten zu gestalten – nicht irgendwie, sondern so naturnah wie irgend möglich.

Naturnahe Gärten, das heißt für Andrea Spaethe unter anderem, auf ein monotones „Einheitsgrün“ und riesige Hecken als bloßen Sichtschutz zu verzichten. „Ein Garten muss lebendig sein, von Januar bis in den nächsten Winter müssen Pflanzen da sein, die blühen“, so Andrea Spaethe. Und genau dazu berät sie zum Beispiel Kleingärtner, die ihre Parzelle vielleicht umgestalten oder überhaupt erst einen Garten einrichten wollen.

In diesen Fällen fertigt Andrea Spaethe zunächst einen Entwurfsplan, in dem z. B. die Lage der Beete sowie die Wegeführung enthalten sind. Im zweiten Schritt kommt der Pflanzplan: Welche Pflanzen sollen in den Garten kommen, wie und wann blühen sie, wie groß sind sie? „Das geschieht natürlich in engem Kontakt mit dem jeweiligen Gartenbesitzer und macht mir großen Spaß, denn ich arbeite sehr gerne gemeinsam mit den Menschen“, so Andrea Spaethe. Die Expertin liefert mit dem Plan sozusagen den Roten Faden, während der Kleingärtner diesen umsetzt.

Neben naturnahen Gärten nimmt die Gestaltung von Naturerlebnisspielräumen einen breiten Raum in der Arbeit Andrea Spaethes ein – zum Beispiel in Kitas und Schulen. „Wichtig dabei ist mir, dass wir einheimische Sträucher und Pflanzen sowie Naturmaterialien verwenden“, betont die Expertin. Dabei bindet sie in allen Etappen – von der Planung bis zur Umsetzung der jeweiligen Projekte – Kinder, Eltern und Erzieher ein. „Die Kinder sollen den Spielraum ja schließlich nutzen. Also sollen sie auch mitentscheiden, wie der Raum künftig aussieht“, so die 48-Jährige, die auch gefragt ist, wenn es um öffentliche Räume geht.

Ihr aktuelles Projekt ist hier derzeit ein 7000 m2 großes Gelände in Wittenförden bei Schwerin, wo ein Generationen-Naturspielpark entsteht, in dem sich Senioren ebenso wohl fühlen sollen wie Kinder.

Genauso aktuell aber ist für die Niendorferin die Aktion „Offene Gärten in Mecklenburg-Vorpommern“ am 11. und 12. Juni. „Natürlich beteilige ich mich daran und öffne meinen 3000 Quadratmeter großen Staudengarten mit verschieden gestalteten Pflanzenräumen für die Besucher“, blickt Andrea Spaethe auf das nächste Wochenende voraus. An jenem Sonnabend von 10 bis 22 Uhr und am Sonntag bis 18 Uhr gibt es hier in der Lindenstraße auch Kunst, Kunsthandwerk und am Sonnabendabend gegrillte Ziegenlammspezialitäten.

Übrigens: Andrea Spaethes Unternehmen ist seit über einem Jahr Partnerbetrieb des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe, was ebenfalls für die Naturverbundenheit spricht.

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