Kultival : Nicht schauen, mitmachen!

Max lernt von Instrumentenbauerin Kerstin Minkwitz, wie man in nur 25 Minuten eine Flöte baut.
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Max lernt von Instrumentenbauerin Kerstin Minkwitz, wie man in nur 25 Minuten eine Flöte baut.

13. Festival der Kulturen im Zebef / Veranstalter wünscht sich mehr Resonanz am Nachmittag

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10. Juli 2014, 08:52 Uhr

In fünf Minuten von Japan nach China reisen – das geht nur auf dem Kultival im Zebef. Eben noch haben die Schüler im Schneidersitz japanischen Tee unterm Baldachin getrunken, jetzt stehen sie in der Werkstatt von Instrumentenbauerin Kerstin Minkwitz. Die kommt zwar nicht aus China, sondern aus Berlin. Doch sie weiß, wie man eine Rührtrommel baut, einen asiatischen Schwingbogen dreht oder die chinesische Mundorgel Hulusi spielt. Die beiden Schüler Max und Kai entscheiden sich aber für den Bau einer Flöte. „Das ist praktisch“, sagt Kai. „Damit können wir am Sonntag zum WM-Finale ordentlich Krach machen.“ Die beiden sägen, schleifen und bohren so lange, bis ihr Instrument den ersten Ton von sich gibt.

Nicht schauen, sondern mitmachen – darum geht es beim Kultival im Zebef. Es ist das dreizehnte in Folge. Anders als in den Jahren zuvor hat Projektleiter Dirk Köhn den Fokus auf einen Kontinent gelegt: Asien. Kinder lernen Origami oder den asiatischen Ringsport Kurasch, sie bauen Instrumente, lesen chinesische Anekdoten, backen russische Teigspezialitäten, nehmen an einer japanischen Teezeremonie teil oder schauen dem Künstler Klaus Freytag bei der Kalligrafie zu. „So lernen Kinder, wie kulturelle Vielfalt das Leben bereichert“, sagt Köhn. Mehr als 150 Schüler kamen Vormittags zu den Workshops. Die Workshops für die Öffentlichkeit am Nachmittag nahmen nur wenige an. „Gänzlich offene Angebote funktionieren in Ludwigslust leider nicht“, sagt Köhn. Warum? Das bleibe ihm ein Rätsel.

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