Dömitz 2016 – Das war das Jahr : Nicht nur Lichtblicke

Noch müssen die Kameraden mit einem 46 Jahre alten Feuerwehrauto zu ihren Einsätzen. Aber Rettung naht: Im Sommer übergab Landrat Rolf Christiansen (5. v. r.) Wehrführer Enrico Frenz (3. v. r.) und Bürgermeister Helmut Bode den Fördermittelbescheid für eine neues Einsatzfahrzeug, das 2018 in Dömitz eintreffen soll.
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Noch müssen die Kameraden mit einem 46 Jahre alten Feuerwehrauto zu ihren Einsätzen. Aber Rettung naht: Im Sommer übergab Landrat Rolf Christiansen (5. v. r.) Wehrführer Enrico Frenz (3. v. r.) und Bürgermeister Helmut Bode den Fördermittelbescheid für eine neues Einsatzfahrzeug, das 2018 in Dömitz eintreffen soll.

Für die Elbestadt haben sich in den vergangenen zwölf Monaten längst nicht alle Hoffnungen und Wünsche erfüllt. Hinter ihr liegt ein Jahr mit so manchem Rückschlag und einigen wenigen Lichtblicken.

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30. Dezember 2016, 05:00 Uhr

Der Blick auf das zu Ende gehende Jahr dürfte den Dömitzern kaum ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubern. „Für Dömitz war 2016 ein durchwachsenes Jahr“, gibt auch Bürgermeister Helmut Bode zu. „Nicht alles ist so gelaufen, wie es sollte.“ Als Beispiel dafür führt er den Weggang der Kulturinitiative „atelier + kantine“ von der Festung an. „Das ist ein Verlust für das kulturelle Leben in der Stadt. Die Ausstellungen, die dort gemacht wurden, waren top.“

Auch für die Straße vor dem Kaufhaus hätte sich der Bürgermeister eine Lösung gewünscht. „Wir waren uns mit dem Straßenbauamt Schwerin bereits einig, dass die Fahrbahn Asphalt erhält so ähnlich wie in der Friedrich-Franz-Straße“, erklärt Helmut Bode. „Aber der Denkmalschutz hat sich quer gestellt.“ Vom Tisch ist das Thema für den Bürgermeister damit aber noch längst nicht. In der vergangenen Woche habe er dazu im Schweriner Energieministerium Gespräche geführt. „Das grobe Kopfsteinpflaster muss weg. Es ist eine Zumutung für die Anwohner“, so Bode.

Auch von einigen Grundstücksbesitzern in der Altstadt hätte sich der Bürgermeister mehr erhofft. „Es wäre schön gewesen, wenn an dem einen oder anderen unsanierten Haus mehr etwas gemacht worden wäre“, so Bode. Was passiert, wenn die Gebäude jahrelang sich selbst und der Witterung überlassen werden, hat die Stadt in diesem Jahr erneut leidvoll erleben müssen. Um dem drohenden Einsturz zuvorzukommen, hatte der Landkreis den Abriss des früheren Hotels „Fritz Reuter“ veranlasst. Damit ist nach dem Fachwerkhaus in der Torstraße ein weiteres prägendes Gebäude aus dem Ensemble rund um das Rathaus verschwunden. Das Rathaus hat auf Druck des Denkmalschutzes in diesem Jahr einen grau-grünen Anstrich bekommen, mit dem sich viele Dömitzer nicht anfreunden können.

Aber es gab auch gute Nachrichten in der Elbestadt. „Die Brücke Fläutendörper Steg ist saniert worden, der Belag hält nun mindestens 40 bis 50 Jahre“, sagt Bode. „Und zum Jahresende haben wir die Stelle eines Jugendclub-Betreuers neu besetzt, so dass der Club Anfang Januar wieder eröffnet werden kann.“ Für den Kauf eines neuen Tanklöschfahrzeugs hat die Stadt Fördermittel bewilligt bekommen und konnte so die Anschaffung anschieben. Geliefert wird es wohl erst Anfang 2018. „Wir hoffen, dass der Oldtimer durchhält, bis das neue Fahrzeug kommt“, so Bode.

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