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Ludwigsluster Tageblatt

11. Dezember 2017 | 16:16 Uhr

Fahrbinde : „Nicht meckern, machen“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Georg Linford (31) ist neuer Ortsteilvorsteher von Fahrbinde

von
erstellt am 05.Sep.2014 | 07:00 Uhr

Ein Österreicher wird Ortsvorsteher in Mecklenburg - allein mit dieser Nachricht sorgt Fahrbinde für Schlagzeilen. Die Einwohner des kleinen Ortsteiles von Rastow haben auf der jüngsten Einwohnerversammlung den 31-jährigen Georg Linford zu ihrem neuen Vorsteher gewählt. Linford ist in Wien geboren und in Vorarlberg aufgewachsenen. Beim Studium in Innsbruck hat er seine heutige Frau kennen gelernt, eine Niedersächsin. Beide zog es nach dem Studium nach Norddeutschland. „Wir wollten irgendwo zwischen Lübeck, Hamburg und Berlin leben“, sagt Linford. Dass es Fahrbinde geworden ist, liegt an dem reetgedeckten Bauernhaus, in das sich beide schnell verguckt hatten. Heute leben sie hier zu dritt, Sohn Cornelius ist fast ein Jahr alt.

Fünf Jahre lebt der junge Zahnarzt jetzt in Fahrbinde. Der Empfang war herzlich. „Wir kamen hier in einem sehr schneereichen Winter an. Da haben uns alle beim gemeinsamen Schneeschieben gleich gedutzt.“ Dass er nach so kurzer Zeit schon in die Rastower Gemeindevertretung gewählt wurde, freut ihn. „Ich bin keiner, der in der zweiten Reihe sitzt und meckert. Dann muss man schon selbst was tun.“

Er will sich dafür einsetzen, dass die drei Rastower Ortsteile mehr miteinander machen, dass alle drei Feuerwehren eigenständig bleiben, dass zu den Arbeitseinsätzen nicht immer nur die Älteren, sondern auch die Jungen kommen und dass Erntefeste wieder mit allen Bauern aus dem Ort gefeiert werden. Letzteres wird schon an diesem Wochenende wahr. Dann feiert Fahrbinde Dorf- und Erntefest. Und anders als im Vorjahr sind diesmal auch die Landwirte wieder mit dabei.

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