Ludwigslust : Neustart in die Jobkarriere

Sie machen sich innerhalb des Jupiter-Projektes auf den Weg in die berufliche Zukunft: Stefanie Schnoor und Carsten Meike. Fotos: Uwe Köhnke
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Sie machen sich innerhalb des Jupiter-Projektes auf den Weg in die berufliche Zukunft: Stefanie Schnoor und Carsten Meike. Fotos: Uwe Köhnke

Bildungsträger hilft mit Projekten auf dem Weg in die Ausbildung oder zum Job / Betriebliche Einzelumschulung inklusive

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11. März 2014, 18:47 Uhr

Eine Woche ist um. „Wir unterstützen uns alle, sind eine gute Gruppe“, sagen Stefanie Schnoor (30) aus Neustadt-Glewe und Carsten Meike (25) aus Grabow übereinstimmend. Beide machen sich gerade auf den Weg zu einem beruflichen Neuanfang und nutzen dabei den Service eines Ludwigsluster Bildungsträgers. Die Ausgangspositionen sind ähnlich. Stefanie Schnoor hat für ein paar Monate in einem Callcenter gearbeitet und war die übrige Zeit auf Arbeitssuche. Carsten Meike orientiert sich nach einer gescheiterten Beziehung gerade neu und ist es leid, immer nur Hilfsarbeiten zu verrichten. Gelernt hat er eigentlich Maler, ein Beruf, der ihm aber keinen Spaß macht. Auch die Neustädterin, die schon einmal eine Umschulung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit gemacht hat, möchte sich beruflich neu orientieren „Vor allem will ich jetzt hier in dem Projekt mich besser kennenlernen, um herauszufinden, was mir liegt“, sagt Stefanie Schnoor. Carsten Meike dagegen ist schon ziemlich sicher, dass er in die Kfz-Branche möchte.

Anders ist die Situation bei Karl-Martin Jordan (34) aus Neustadt-Glewe. Er hat schon sehr genaue Vorstellungen. Der gelernte Fliesenleger, der seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann, möchte in die Sicherheitsbranche und dabei sein Hobby zum Beruf machen: Als Diensthundeführer tätig sein.

Melanie Kanter (26) aus Ludwigslust war ein halbes Jahr zu Hause und wünscht sich zurück in den Berufsalltag. Sie hat zwei Ausbildungen angefangen – Hauswirtschaft und Bürokommunikation – und keine beendet. „Hauswirtschaft war nicht mein Ding, und Bürokommunikation kam zum falschen Zeitpunkt“, gesteht sie heute. Melanie Kanter möchte später im Buchhandel arbeiten.

Alle vier sind Teilnehmer an zwei Projekten, die die GMK Gesellschaft für modulare Kompetenzentwicklung in Ludwigslust anbietet.

So individuell wie die Lebenssituationen ihrer Teilnehmer sind auch die Namen der Projekte. Nach dem höchsten Gott der römischen Mythologie heißt das Projekt Jupiter. Es dient sowohl der Arbeits- als auch der Ausbildungsvorbereitung. Die acht Teilnehmer sind zwischen 24 und 39 Jahre alt. Drei Monate sind eingeplant, nicht zuletzt um festzustellen, wohin die berufliche Reise bei jedem von ihnen gehen könnte.

Das Projekt Pegasus, benannt nach dem geflügelten Pferd aus der griechischen Mythologie, dagegen hat einen Umfang von einem halben Jahr. Es ist das Projekt, in dem Karl-Martin Jordan und Melanie Kanter integriert sind. „Das Projekt ist aus der Entwicklung auf dem ersten Arbeitsmarkt entstanden“, sagt GMK-Geschäftsführer Michael Wichmann. „Viele Unternehmen haben heute Probleme, gute Auszubildende und Mitarbeiter zu bekommen“, ergänzt er. Die Teilnehmer sind bis 35 Jahre alt. Nach einer vierwöchigen theoretischen Vorbereitung beim Bildungsträger kommt bereits die Praxis ins Spiel. Einige werden die Chance erhalten, eine betriebliche Einzelumschulung zu absolvieren. Die geht dann natürlich über die sechs Monate hinaus.

Ansprechpartner:

Firmen, die sich für die Mitarbeit an diesen Projekten interessieren, können sich bei der GMK unter der Telefonnummer 03874 570280 melden.

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