In 840 Metern Tiefe : Neustädter erkunden Atommülllager

Unter Tage im Erkundungsbergwerk  Foto: S. Eichler
Unter Tage im Erkundungsbergwerk Foto: S. Eichler

In dicker Schutzbekleidung haben sich 20 neugierige Besucher aus Neustadt-Glewe und Oststeinbek auf Entdeckungstour durch das Atommülllager Gorleben begeben. In 840 Metern Tiefe lernten sie alles über atomaren Abfall.

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24. Mai 2013, 07:14 Uhr

Neustadt-Glewe | In das niedersächsische atomare Erkundungsbergwerk der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH in Gorleben reisten jüngst 20 Mitglieder des Partnerschaftsvereins aus Neustadt-Glewe und Oststeinbek.

Mit einem Einführungsvortrag, einer Erfrischung und dem Anlegen der Schutzbekleidung, dazu eine Sicherheitseinweisung, startete die Führung. Rasch waren die Besucher auf 840 Meter Tiefe hinabgefahren und wurden dort im Salzstock im Verlauf von vier Kilometern an Schautafeln über viele wissenswerte Fakten, Abläufe und Zusammenhänge informiert.

Erschöpft und voller neuer Erkenntnisse saßen die Neustädter und Oststeinbeker Besucher nach fast zwei Stunden Wanderung wieder am unterirdischen Ausgangspunkt, Mit dem Aufzug ging es dann binnen 84 Sekunden Fahrzeit aufwärts an das Tageslicht. Dort wurde die Bekleidung gewechselt, ein Mittagessen genossen und anschließend ausgiebig diskutiert.

Auch erfuhren die Gäste aus Mecklenburg viel über die politischen Probleme um die atomare Zwischen- und Endlagerfrage, über den Atomabfall und 37 Jahre Gorleben-Erkundung. In Gorleben gehe es derzeit um die Klärung der Möglichkeit einer Endlagerung von Atomabfall. Der gegenwärtige Zwischenlager-Betrieb dauert 30 Jahre, dann sei der Inhalt dieser Behältnisse von 380 Grad Celsius auf 200 Grad Wärmeabstrahlung abgekühlt und endlagerfähig. Die letzte Entscheidung ob Endlager oder nicht, ist immer noch offen.

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