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Neustadt-Glewe : Neustadt hat ein „Luxusproblem“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Wer in der Lewitzstadt heiraten möchte, kann gleich unter mehreren Trauungsorten wählen

von
erstellt am 27.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Über ein solches „Problem“ würden sich einige andere Städte sicher freuen: Wer in Neustadt-Glewe heiraten möchte, hat nämlich die Qual der Wahl. Wobei nicht die Auswahl des Partners, sondern die des Trauungsortes gemeint ist. Davon hat die Stadt nämlich gleich vier im Angebot.

Das Ganze war jetzt sogar Thema auf der Sitzung der Stadtvertretung. CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Rosenkranz wollte wissen, warum an Wochenenden nur „bedingt“ getraut werden kann. Hintergrund der Anfrage offenbar: Die Stadt informiert derzeit auf ihrer Internetseite, an welchen Sonnabenden von April bis Oktober Eheschließungstermine angeboten werden können. Insgesamt sind’s in diesem Zeitraum 18 Sonnabende von 30 (Ostern ausgenommen), an denen es Trauungen gibt. Viele dieser Tage sind bereits ausgebucht, an anderen Sonnabenden gibt’s nur noch einen oder zwei freie Termine, ist auf der Seite zu erfahren.

Zu den übrigen Wochenenden ist auf der Internetseite Neustadt-Glewes zu lesen: „An anderen Sonnabenden können aus Kapazitätsgründen keine Eheschließungstermine angeboten werden.“ Bürgermeisterin Doreen Radelow (SPD) erläuterte, dass pro Wochenende nur eine bis drei Trauungen durchgeführt werden könnten. Im Rathaus gäbe es eine Standesbeamtin, zwei weitere Mitarbeiter würden jetzt die erforderliche Qualifizierung erhalten und können dann ab April ebenfalls Trauungen durchführen. Trotzdem kann es nicht mehr als höchstens drei Eheschließungen geben.

Womit wir beim eingangs erwähnten „Luxusproblem“ sind. Axel Kröger, Einzelbewerber in der Stadtvertretung Neustadt-Glewes, nannte in diesem Zusammenhang die Zahl der zugelassenen Trauungsorte für die Stadt. Auf entsprechende SVZ-Nachfrage sagte Axel Kröger am gestrigen Montag: „Wir haben das Rathaus, die Burg, das Schloss in Neustadt-Glewe und das Jagdschloss in Friedrichsmoor, wo Trauungen möglich sind. Das sind attraktive und gern genutzte Orte für eine Trauung, aber es ist schwierig, alles abzudecken. Mich haben dazu schon mehrere Anfragen von Bürgern erreicht.“ Axel Kröger ergänzt: „Welche Stadt hat schon so viele Möglichkeiten, wie Neustadt-Glewe. Das ist wirklich ein ,Luxusproblem.“

Damit hat er nicht Unrecht. Denn im gegebenen Fall müsste der jeweilige Standesbeamte an einem Vormittag für die Eheschließungen zwischen den verschiedenen Trauungsorten hin und her pendeln. Zeitlich wohl kaum zu machen, schon gar nicht, wenn zu viele Trauungen anstehen.

Dazu kommt: Jede Trauung muss jeweils durch einen Standesbeamten als mögliche Ersatzperson abgesichert werden.

Fazit: Die Stadt hat auf die Anforderungen samt „Luxusproblem“ reagiert, aber mehr Eheschließungen sind wohl nicht möglich.

Die Sache mit dem „Luxusproblem“ könnte sich demnächst übrigens ausweiten. Falls nämlich noch eine fünfte Örtlichkeit für Trauungen in Neustadt-Glewe dazu kommt. Laut Stadtvertreter Axel Kröger gibt es bereits einen entsprechenden Antrag dafür.

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