Toilettenanlagen im Altkreise Ludwigslust durchweg hygienisch : Neustadt-Glewe hui - Lulu pfui

Die öffentliche Toilettenanlage auf Burg Neustadt glänzt, ist nur über eine Treppe zu erreichen.
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Die öffentliche Toilettenanlage auf Burg Neustadt glänzt, ist nur über eine Treppe zu erreichen.

Wer ein ganz bestimmtes Bedürfnis in sich spürt und dafür ein stilles Örtchen sucht, dem ist es egal, ob die Stadtverwaltung eine Toilette vorhält - ihn interessiert einzig und allein, ob und wo eine vorhanden ist.

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11. Oktober 2011, 07:29 Uhr

Ludwigslust | Wer ein ganz bestimmtes Bedürfnis in sich spürt und dafür in aller Öffentlichkeit ein stilles Örtchen sucht, dem ist es egal, ob die Stadtverwaltung eine Toilette vorhält - ihn interessiert einzig und allein, ob und wo eine vorhanden ist. Die SVZ hatte sich gestern auf den Weg gemacht, um in einigen öffentlichen Toilettenanlagen in Dömitz, Neustadt-Glewe, Grabow, Ludwigslust und in die auf der Autobahnraststelle Stolpe einen Blick hineinzuwerfen.

Den saubersten Eindruck wies dabei die öffentliche Toilette auf der Burg Neustadt-Glewe vor. Sind die hygienischen Voraussetzungen von Glanz geprägt, so stehen Behinderte und Alte vor einem Problem: Das Örtchen ist nur über eine lange Treppe zu erreichen. Die Entlastung wäre durchaus im Ausstellungshaus gegenüber möglich, doch kein Hinweisschild verrät diesen Ausweichplatz. Und: Es handelt sich derzeit um das einzige öffentliche Örtchen in der über 6500 Einwohner zählenden Stadt, lautete die Antwort aus dem Rathaus.

Am Kieserdamm und am Hafen in Grabow müssen Frauen wie Männer 50 Cent zücken, damit der Toilettengang nicht sprichwörtlich in die Hose geht. Das entsprechende Geldstück sollte ebenfalls parat zur Hand sein, sonst bleiben die Türen nämlich zu. Drinnen erblickt der Nutzer dann eine Edelstahllandschaft, die sauber und durchaus hygienischen Grundanforderungen gerecht wird. Wünschenswert wären vielleicht entsprechende Hinweisschilder in der Stadt, die den Suchenden direkt in die für ihn wichtige Richtung leiten. Aus dem Rathaus der um die 5800 Einwohner zählenden Stadt war zu erfahren, dass die Erhebung der Gebühr zur Verminderung der geldlichen Aufwendungen beitragen solle.

In der Festungsstadt Dömitz liegen Licht und Schatten bei den öffentlichen Örtchen dicht beieinander: Während das komplette WC-Haus auf dem Parkplatz an der B 191/195 einen sauberen Eindruck vermittelt, bleibt der Eintritt zum Toilettenhaus auf dem Festungsparkplatz verwehrt. Das Äußere des Hauses lässt jedoch darauf schließen, dass dort viel zerstört wurde. Das Örtchen in Händen der Stadt in der Werderstraße wirkt dunkel, doch alles funktioniert und es ist sauber. Einige Halterungen fehlen jedoch.

In Ludwigslust riecht es streng im Toilettentrakt am Bushalteplatz nah dem Lindencenter. Das WC besteht aus einem einzigen Raum für Männer, Frauen und Behinderte, plus einem Pissoir in einem Nachbarraum. Die rege Nutzung des WC lässt auf Zufriedenheit schließen. Die Türen des zweiten öffentlichen Örtchens in der Friedrich-Naumann-Allee sind hingegen zugesperrt.

Die beiden privat betriebenen Toilettenanlagen auf dem Rasthof Stolpe an der A24: Beide sind durchweg sauber, es wird dafür eine Nutzungsgebühr verlangt. Im WC in der Tankstelle sind 50 Cent obligatorisch, wobei der Nutzer das Geldstück selbst in eine Box einzuwerfen hat. Das direkt in der Raststätte eingerichtete WC wird von einem Toilettenwart betreut, der regelmäßig reinigt und die Kasse verwaltet. Positiv: Beide Toiletten verfügen über einen rollstuhlgerechten Zugang.

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