Zwei neue Kräfte sollen Falschparker zur Kasse bitten : Neustadt droht die Knöllchenflut

knoellchen_Kopie.jpg
1 von 3

Die Stadt Neustadt-Glewe möchte die Sicherheit erhöhen und hat deshalb eine feste Stelle eingerichtet, um gegen Parksünder vorzugehen. Eine zweite Kraft soll bis spätestens März nächsten Jahres folgen.

von
08. November 2010, 07:57 Uhr

Neustadt-Glewe | "Personalausfälle haben dazu geführt, dass dringend notwendige Maßnahmen in letzter Zeit nicht ergriffen werden konnten", sagt Neustadt-Glewes Bürgermeister Heinrich Busse-Souchon. Er hält die Schaffung der Stellen für einen wichtigen Schritt in Richtung Sicherheitserhöhung. "Wir haben hier viele enge Straßen, da ist Kontrolle besonders nötig", so der Bürgermeister, der übergangsweise die Geschicke der Lewitzstadt leitet. Die dünne Personaldecke habe dazu geführt, dass die erforderlichen Kontrollen in den vergangenen Monaten nicht durchgeführt werden konnten. Den Vorwurf der Abzocke weist er entschieden zurück. Es gehe vielmehr um Sicherheit auf den Straßen der Stadt.

30 Stunden pro Woche auf der Straße

Die fest angestellte Kontrollkraft wird 30 Stunden in der Woche für Recht und Ordnung auf den Straßen sorgen. "Spätestens, wenn wir die zweite Kraft eingestellt haben, werden wir die Situation in den Griff bekommen", ist sich Busse-Souchon sicher. Der Beruf, der landläufig Politesse genannt wird, heißt offiziell "Mitarbeiterin im Bereich Sicherheit und Ordnung und zuständig für den ruhenden Verkehr". Vorher war die Mitarbeiterin neun Jahre lang arbeitslos gewesen. Über erfolgreiche Vermittlung freut sich vor allem Arge-Geschäftsführer Bernd Hentrich. Es sei ein besonderer Erfolg, wenn ältere Arbeitslose vermittelt werden könnten.

In anderen Städten im Landkreis Ludwigslust gibt es schon lange fest angestellte Kräfte, die Verkehrssünder überführen. In Hagenow etwa arbeitet eine Vollzeitkraft, zwei weitere Kräfte auf Aushilfsbasis. Arbeit haben die Mitarbeiterinnen hier genug: Die Ordnungswidrigkeiten im ruhenden Verkehr sind von 4041 im Jahr 2009 auf in diesem Jahr bisher 4084 gestiegen. Und das bereits sieben Wochen vor Ablauf des Kalenderjahres. "Wir versuchen, unsere Kräfte konzentriert einzusetzen", erklärt Beate Wienecke, Mitarbeiterin im Hagenower Ordnungsamt. Zu Stoßzeiten wie etwa sonnabendsvormittags kontrollieren die Ordnungsämtler deshalb verstärkt in Hagenows Innenstadt, zu anderen Zeiten auch in den Randgebieten. Nach vermehrten Kontrollen sei stets auch ein Effekt bei den Verkehrsteilnehmern spürbar, sagt Wienecke. "Dann geht die Zahl der Verstöße zurück", so die Ordnungsamtsmitarbeiterin.

Wie sich auf den Straßen von Neustadt-Glewe die ehemalige Langzeitarbeitslose eingelebt hat:

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen