Dömitz i : Neuntklässler finden die Elbe gut

Schüler und Experten bei der Auswertung des Workshops „Elbe - find’ ich gut“, der am Gymnasialen Schulzentrum in Dömitz stattfand.
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Schüler und Experten bei der Auswertung des Workshops „Elbe - find’ ich gut“, der am Gymnasialen Schulzentrum in Dömitz stattfand.

BildungsCent e.V. und Umweltorganisation WWF veranstalteten Workshop im Gymnasialen Schulzentrum Dömitz

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17. Juni 2016, 17:00 Uhr

In der Aula des Gymnasialen Schulzentrums Dömitz ist eine große Karte über den Lauf der Elbe aufgestellt, mit Stationen zur Elbquelle und zu Elbestädten. Junge Leute sitzen in mehreren Gruppen im Raum verteilt. Naturschutz, Forschung, Landnutzung, Verwaltung, Wasserwirtschaft, Forst und Tourismus steht an den Tafeln der einzelnen Arbeitsgruppen. Die Mädchen und Jungen diskutieren mit Experten zum Thema „Elbe - find’ ich gut“.

Claas Freude (15) ist einer der Neuntklässler, die an diesem von BildungsCent e.V. und der Naturschutzorganisation WWF Deutschland organisierten Workshop teilnehmen. „Interessant waren für mich die Aussagen zum Tourismus, welche Möglichkeiten es gibt, die Flusslandschaft mit den Ansprüchen für nachhaltige Erholung in Einklang zu bringen. Gefallen hat mir auch, wie die einzelnen Branchen sich bemühen zusammenzuarbeiten.“ Und das erweist sich als nicht einfach, denn Natur- und Umweltschutz sind mit den unterschiedlichen wirtschaftlichen Interessen und geplanten Entwicklungen nicht immer in Einklang zu bringen.

Lena Allers aus der 9a fand den Workshop sehr informativ. „Ich habe viel über die Elbe erfahren, was ich vorher nicht wusste. Die Veranstaltung war vom Aufbau sehr gut organisiert, die Diskussion war mit Einlagen und Spielen durchsetzt, es war nie langweilig.“ Dafür sorgten auch die Experten, die als Gesprächspartner zu Gast waren. Der Dömitzer Bürgermeister Helmut Bode war dabei, Dr. Brigitte Königstedt informierte über Arbeit und Projekte des Fördervereins Naturschutz Elbetal e.V.. Dr. Frank Höchtl sprach zur Arbeit des Biosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue. Andreas Neumann vertrat die Verwaltung des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Nicole Gottschall war vom Bauernverband Ludwigslust gekommen, Jens Kowald gab als Geschäftsführer und Projektleiter „Kurs Elbe. Hamburg bis Wittenberge“ Infos zur Flusslandschaft Elbe GmbH. Mit in der Runde saßen Elbschiffer, Wasserwirtschaftler, Forstleute und Spezialisten aus Wissenschaft und Forschung, so vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Nachdem jeder Experte in zwei Minuten ein Statement für seinen jeweiligen Bereich abgab, erfolgte die sogenannte Ausstellung. Schüler aus jeder Gruppe mussten aus ihrer Sicht eine Wertigkeit der einzelnen Bereiche vornehmen und die Experten auf einer in der Aula aufgezeichneten Linie im Ranking von der natürlichen Elbe bis zur wirtschaftlichen Elbe platzieren. Eine spannende Angelegenheit, denn auf diese Weise wurden auch von den Jugendlichen unterschiedliche Positionen und Sichtweisen zum Natur- und Lebensraum Elbe erfahrbar. Eigene Standpunkte können überprüft und entwickelt werden. Zukunftsbilder entstehen, im besten Fall sogar Engagement. „Es war eine super Veranstaltung. Die jungen Leute haben ganz hervorragend mitgearbeitet“, zog Silke Ramelow, die Leiterin von BildungsCent e.V., ein positives Fazit. „Anfangs brauchten die Schüler etwas Zeit, um sich mit den unterschiedlichen Formaten zurechtzufinden. Weil das Potenzial, was sie haben, viel zu wenig eingebunden wird in Entscheidungen, die unser aller Zukunft betreffen. Es sind kluge und interessante junge Leute, die wir mit diesen Workshops wieder mehr mit der Natur  verbinden wollen, damit sie sich für eine nachhaltige Lebensweise entscheiden.“

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