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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 09:27 Uhr

Neuhof : Neuhof: Pfusch-Kanal bleibt Thema

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

ZkWAL-Verbandsgeschäftsführer informiert Finanzausschuss der Neustädter Stadtvertretung / Ende September Bürgerversammlung

von
erstellt am 23.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Im vergangenen Jahr ist in Neuhof das Abwassernetz neu gebaut worden – mit erheblichen Mängeln (SVZ berichtete). Das Thema war auch Tagesordnungspunkt auf der letzten Sitzung des Finanzausschusses der Stadtvertretung Neustadt-Glewe. Stefan Lange, Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserzweckverbandes ZkWAL Ludwigslust, informierte über die aktuelle Situation.

Dem Betrachter bietet sich ein Bild von Laxheit, um es zurückhaltend auszudrücken. „So hat der Vermesser sich darauf verlassen, was auf Pfählen stand, die die Baufirma in die Erde gesteckt hat“, schilderte Lange. Eine Überprüfung habe offenbar nicht stattgefunden.

Der Verband hat jetzt fünf Stichproben machen lassen. Nach den Schilderungen des Geschäftsführers ist nur in einem Falle die richtige Tiefe annähernd erreicht worden. Nun würden alle Anschlussstellen nachgemessen.

Zur Erinnerung: Die Überdeckung der Leitungen bis zur Straßenoberkante entspricht vielerorts in der Neustädter Straße von Neuhof nicht den Vorgaben, die in einer Vereinbarung zwischen dem Verband und dem Landkreis getroffen worden waren. Die Verhandlungen hatte es gegeben, weil die Neustädter Straße eine Kreisstraße ist und in ein paar Jahren ertüchtigt werden soll. Um auch dann ein sicheres Leitungsnetz zu haben, wenn stärkerer Verkehr über die Straße rollt, sollte die Mindestüberdeckung 1,25 Meter betragen – so die Vereinbarung mit dem Landkreis, die am 23. Juli 2012 geschlossen worden war.

Die Realität ist eine andere. Die Überdeckung beträgt an einigen Stellen unter einem Meter. „Entschieden zu wenig!“, bestätigt Stefan Lange. Es hat zur Folge, dass die Neuhöfer Grundstücke nicht an das neue Kanalnetz angeschlossen werden können, weil der Zweckverband die Baumaßnahme noch nicht abgenommen hat – wegen der Mängel.

Für manche Grundstückseigentümer ist das eine missliche Situation, denn ihre bisher genutzten Klärgruben entsprechen zum Teil nicht mehr den Umweltanforderungen. Sie müssten eigentlich stillgelegt werden.

„Das bedaure ich außerordentlich, vor allem vor dem Hintergrund, dass einige Neuhöfer Grundstückseigentümer bereits alles auf den eigenen Grundstücken vorbereitet haben, um den Anschluss an das öffentliche Abwassernetz schnell herzustellen“, hatte Lange bereits vor Monaten gesagt. Und auch der Neustädter Bürgermeister Arne Kröger hat bereits mahnend die Stimme gehoben, ohne Schuldzuweisungen zu verteilen, und eine schnelle Lösung im Interesse der Bürger gefordert.

Ob es die geben wird, bleibt abzuwarten. Der Zweckverband hat für Ende September/Anfang Oktober eine weitere Einwohnerversammlung dazu angekündigt.

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