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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 00:28 Uhr

Tewswoos : Neues Team beim Autocross

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

In der „Scheune Raddenfort“ möbeln vier junge Männer Oldtimer auf – und bauen nun auch Rennautos

svz.de von
erstellt am 06.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Bislang haben Ken Krause und seine Freunde in ihrer Scheune in Raddenfort Oldtimer aufgemöbelt. Trabant, Wartburg und einen B 1000 etwa. Jetzt sind sie auch noch unter die Autocrosser gegangen. Am Wochenende starteten sie erstmals vollzählig – also mit vier Fahrern und vier Fahrzeugen – beim Tewswooser Rennen. Als Team „Scheune Raddenfort“ gehörten sie zu den mehr als 80 Piloten, die beim zweiten Renntag der WGB-Serie 2014 um den Mecklenburg-Pokal an den Start gingen.

Der Anstoß war vor rund einem Jahr von Sven Staggenborg aus Neu Kaliß gekommen. „Er hatte vor Jahren bei Schrauberrennen mitgemacht und wollte mal wieder Rennen fahren“, erzählt Ken Krause. „Also haben wir für ihn ein Auto gebaut.“ Basis ist wie bei den Fahrzeugen aller Teammitglieder ein Golf II, der fast komplett „ausgeräumt“ wurde. Sicherheitskäfig einbauen, Tank, Batterie und Kühler verlegen, Türen zuschweißen – das waren die nächsten Schritte, um das Auto dem Regelwerk und dem eigenen Sicherheitsbedürfnis anzupassen. Als das Fahrzeug fertig und Sven Staggenborg das erste Rennen gefahren war, stellte Ken Krause fest: „Nur zuzugucken, ist auch langweilig.“ Also wurde gemeinsam das zweite Crossauto gebaut, mit dem der 25-Jährige aus Malliß an den Start ging. Beim Renntag in Goldenstädt sprang – trotz eines Überschlags im Finallauf – dann schon ein fünfter Platz heraus. Über Winter wurden die beiden Fahrzeuge weiter verbessert und zwei neue für Thomas Pade und Marcel Haack aufgebaut. „Das Team ,Griese Gegend‘ hat uns sehr unterstützt“, betont Ken Krause.

Mit einem vierten und einem ersten Platz in den beiden ersten Läufen in Tewswoos ist der Mallisser nicht unzufrieden. „Auf der Strecke müssen wir noch Erfahrungen sammeln“, sagt er und rollt zu seinem dritten Rennen des Tages davon. Er schafft es, den beim Start erkämpften dritten Platz über alle drei Runden gegen das Auto vom „Team Banana“ zu verteidigen. „Das Auto war eigentlich schneller, aber ich habe immer zugemacht“, berichtet Ken Krause hinterher. Und dann muss er zum Schraubenschlüssel greifen. Am Auto von Marcel Haack ist schon wieder eine Antriebswelle kaputt. Gemeinsam schafft es das Team, das Fahrzeug bis zum nächsten Start wieder flottzukriegen.

Im Fahrerlager und an der Strecke immer mit dabei ist Sohn Lukas. „Wenn ich 14 bin, will ich auch mitfahren“, sagt der Elfjährige. Bei 14 Jahren liegt die Altersgrenze für die Jugendklasse, die Veranstalter Norbert Müller besonders am Herzen liegt. „Die Jugendlichen dürfen Fahrzeuge bis 50 PS fahren“, erklärt er. „Kinder, die bei uns ausgebildet wurden, brauchen später die wenigsten Fahrstunden.“ Und bislang habe noch keiner ihrer Jugendlichen auf der Straße einen schweren Unfall gehabt.

Bei der Jugend gewann am Sonnabend Niklas Bombien, in der Liga B Jan Mecklenburg, in der Liga A Tassilo Meyer, in der Heck-Klasse Stephan Schröder und bei den Allradern Mike Schiffner.

Geehrt wurde aber auch Swen Wienke aus Neu Jabel. Er erhielt einen Sonderpokal, weil er schon seit vielen Jahren kostenlos die Strecke präpariert.

Das nächste Rennen in Tewswoos gibt es am 2. August
 

 

 

 

 

 

 

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