zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

23. November 2017 | 14:27 Uhr

Ludwigslust : Neues Licht im Reiterweg

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Die Stadt Ludwigslust rüstet weitere Straßen auf sparsame LED-Beleuchtung um. Anwohner müssen aber einen Ausbaubeitrag zahlen.

von
erstellt am 14.Apr.2016 | 07:00 Uhr

Gutes Licht für weniger Geld. Das verspricht sich die Stadt Ludwigslust von der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Weitere sechs Straßenzüge will sie 2016 und 2017 mit den sparsamen Lampen ausrüsten und damit jährlich mehr als 16 000 Kilowattstunden Strom sparen. Und nicht nur das. „Die alte Beleuchtung verursacht jedes Jahr auch Kosten von mehreren Zehntausend Euro für Unterhaltung und Reparaturen“, erklärt Jens Gröger, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadtverwaltung.

Doch bevor die neuen Lampen leuchten können, müssen sie installiert werden. Rund 340 000 Euro hat die Stadt dafür eingeplant. Eine Investition, die in diesem Umfang nur dank Fördermitteln möglich ist. Die Hälfte des Geldes kommt über die Klimaschutz-Förderrichtlinie von der EU. Die Fördermittelbescheide für die sechs Straßen hat Landesenergieminister Christian Pegel (SPD) persönlich nach Ludwigslust gebracht. „Die Ludwigsluster sparen erst Strom und überlegen dann, ob sie in die Erzeugung erneuerbarer Energien einsteigen“, so Pegel, der gerade von der Einweihung einer großen Fotovoltaikanlage in Dreenkrögen gekommen war. Ganz so ist es allerdings nicht. Denn auf zwei Kindertagesstätten gewinnt auch die Lindenstadt schon Sonnenstrom.

Zu den Straßen, für die jetzt die Fördermittelbescheide übergeben wurden, gehören die Neue Torstraße, die Eichenallee, die Büdnerstraße, die Mühlenstraße sowie Forstweg und Reiterweg. Für die Rosenstraße und die westliche Schlossfreiheit liegen die Bescheide schon länger vor. Dass sich bei der Umrüstung der Beleuchtung auf LED ein Schwerpunkt in Techentin abzeichnet, hat seinen Grund. „Die Straßen, die wir in den vergangenen Jahren ausgebaut haben, haben größtenteils gleich eine LED-Beleuchtung erhalten“, erklärt Bürgermeister Reinhard Mach. Jetzt rüste man die Lampen in den Straßen um, in denen laut Gemeindestraßenausbauplan in den kommenden Jahren keine Bauarbeiten vorgesehen sind.

Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED amortisiert sich nach Angaben von Minister Pegel in vielen Fällen innerhalb von fünfeinhalb bis sechs Jahren. In Ludwigslust wird es etwas länger dauern, bis die Stadt die Investitionskosten durch Einsparungen wieder ausgeglichen hat. „Wir haben in den 1990er-Jahren schon einmal umgerüstet – von Quecksilberdampflampen auf sparsamere NAV-Natriumdampflampen“, erklärt Jens Gröger. Deshalb ist der Einspareffekt geringer als in anderen Orten.

In den betreffenden Straßen werden nicht nur die Lampenköpfe gewechselt, sondern komplett neue Lampen mit neuen Masten gesetzt – zum Teil in größerer Zahl als bisher. Außerdem werden die Versorgungskabel erneuert. Der erste Auftrag wird schon in Kürze vergeben – für die Rosenstraße. Auch Schlossfreiheit, Büdnerstraße, Mühlenstraße, Reiter- und Forstweg sollen noch in diesem Jahr folgen. In Neuer Torstraße und Eichenallee sind die Bauarbeiten erst für 2017 geplant.

Zum Nulltarif bekommen die Anwohner das neue Licht jedoch nicht. „Sie müssen einen Straßenausbaubeitrag für das Gewerk Beleuchtung zahlen“, erklärt Jens Gröger. Das sei eine Bedingung für die Förderung. Wegen der Fördermittel falle der Beitrag jedoch nicht so hoch aus.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen