Schloss Ludwigslust : Neues Licht für sanierten Ostflügel

Neues Licht für das sanierte Schloss: Landtagsabgeordneter Detlef Müller, Finanzministerin Heike Polzin, Jörg-Peter Krohn, Leiter des Schlossmuseums, Margot Rubel und Gernot Hempelmann vom Förderverein sowie Steffi Dahl, Projektleiterin (v.l.n.r.) vor zwei der drei Wandleuchter-Nachbildungen.
Neues Licht für das sanierte Schloss: Landtagsabgeordneter Detlef Müller, Finanzministerin Heike Polzin, Jörg-Peter Krohn, Leiter des Schlossmuseums, Margot Rubel und Gernot Hempelmann vom Förderverein sowie Steffi Dahl, Projektleiterin (v.l.n.r.) vor zwei der drei Wandleuchter-Nachbildungen.

Förderverein schenkt Schloss und Land drei Wandleuchter-Nachbildungen im Wert von 10.000 Euro

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24. August 2015, 21:00 Uhr

Originalgetreue Sanierung bis ins kleinste Detail: Damit der Ostflügel des Ludwigsluster Schlosses im März 2016 gänzlich im Stil der Jahre um 1800 eröffnet werden kann, finden sich nun im ehemaligen Wohnzimmer des Großherzogs Nachbildungen der originalen Wandleuchter. Da allerdings Kosten für drei Leuchter nicht mehr im Haushalt des Betriebs für Bau und Liegenschaften MV (BBL) eingeplant waren, sprang der Förderverein Schloss Ludwigslust ein. Durch Vereinseinnahmen, Spenden von Mitgliedern und Förderern und einer in der Summe nicht genannten Förderung durch die Stiftung Sparkasse Mecklenburg-Schwerin wurden die drei Nachfertigungen mit Kosten von über 10 000 Euro ermöglicht. „Der Verein ging an die Grenzen seines finanziellen Spielraums“, erklärt Vereinsvorsitzender Dr. Gernot Hempelmann und zeigt sich erleichtert über die rege Beteiligung an der Summe.

Bürgerengagement, von dem sich auch die Finanzministerin Heike Polzin (SPD) gestern bei der feierlichen Übergabe der Messing-Wandleuchter begeistert zeigt: „Der Förderverein unterstützt das Schloss seit mehr als 20 Jahren, nicht nur mit großem ideellen Engagement. Die Übergabe der Wandleuchter ist ein ganz konkreter Beitrag zur Restaurierung, damit das Schloss bald wieder in alter Pracht erstrahlt.“

Symbolisch übernahm die Finanzministerin die Wandleuchter, die von einer sächsischen Firma gefertigt wurden, in den Besitz des Landes MV. „Eigentlich waren die Leuchter ja für das Museum gedacht. Da sie aber mit Schrauben in die Wand gebohrt wurden, gehören sie nun zum Schloss, das im Eigentum des Landes steht“, erklärt Margot Rubel vom Fördervereins-Vorstand.

So oder so, die Wandleuchter aus jeweils 19 einzelnen Gussteilen fügen sich damit in die historisch authentische Restaurierung ein und erzeugen nun im Schloss ein Licht wie vor mehr als 200 Jahren. Im Anschluss an die Übergabe zeigten Schlossleiter Jörg-Peter Krohn und die verantwortliche Architektin Steffi Dahl den Baufortschritt im Ostflügel. Dieser wird seit 2011 saniert und restauriert. In den nächsten Jahren folgt die Wiederherstellung der Räume im Westteil.

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