Neustadt-Glewe/Brenz : Neues Gewerbegebiet - Wann geht es los?

Das Gewerbegebiet ist an der B 191 geplant.
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Das Gewerbegebiet ist an der B 191 geplant.

Gemeinsames Gewerbegebiet von Neustadt-Glewe und Brenz jetzt Thema im Neustädter Bauausschuss

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03. Februar 2018, 05:00 Uhr

Noch gibt’s hier nur riesige kahle Flächen. Zukünftig aber könnten hier Unternehmen und damit neue Arbeitsplätze entstehen, Steuereinnahmen sprudeln. Es geht um Flächen entlang der B 191 zwischen Neustadt-Glewe und Brenz.

Genau dazu wurde auf der jüngsten Sitzung des Neustädter Bau- und Umweltausschusses diskutiert. Die CDU-Fraktion hatte beantragt, das Thema zu behandeln. Hintergrund: Sowohl die Stadtvertretung Neustadt-Glewes als auch die Gemeindevertretung Brenz hatten bereits Ende 2014 beschlossen, die Entwicklung eines interkommunalen (gemeinsamen) Gewerbegebietes vorzubereiten. Nur hat sich seitdem nicht viel getan. Die betreffenden Flächen zwischen dem bereits bestehenden Gewerbegebiet A 24 und dem Brenzer Kanal gehören Eigentümern, mit denen gesprochen werden muss. Unter anderem hier hakte es bisher offenbar.

Sebastian Tappe von der Neustädter CDU-Fraktion gegenüber SVZ: „Weil es um ein gemeinsames Gewerbegebiet mit Brenz geht, war das Thema auch bereits im Amtsausschuss. Nur hat sich überhaupt nichts getan. Deshalb jetzt der Antrag, die Sache erneut zu behandeln, und zwar im Bauausschuss.“

An der betreffenden Sitzung nahm nun auch der Brenzer Bürgermeister Henry Topp teil, der dazu eingeladen war. Gegenüber SVZ betonte Topp: „Es gibt die nach wie vor gültigen Beschlüsse der Stadtvertretung und unserer Gemeindevertretung. Ich erwarte, dass die Verwaltung aktiv wird.“

Die betreffenden Flächen befinden sich auf Brenzer Territorium. Den Vorteil eines gemeinsamen Gewerbegebietes beschreibt Bürgermeister Henry Topp unter anderem so: „Bei einem gemeinsamen Vorhaben sind bis zu 90 Prozent Fördermittel möglich, sonst nur bis zu 65 Prozent.“

Das sieht auch Sebastian Tappe so: „Das gemeinsame Gewerbegebiet wäre ein tolles Vorzeigeprojekt für unser Amt. Hoffentlich setzt jetzt ein Umdenken ein und die Beschlüsse werden endlich umgesetzt.“ Sowohl Henry Topp als auch Sebastian Tappe schließen nicht kategorisch aus, dass man in Brenz und Neustadt-Glewe notfalls auch eigene Wege geht. Tappe: „Es gibt in Neustadt durchaus geeignete Flächen, wo die Sache möglicherweise leichter voran gehen könnte.“

Neustadt-Glewes Bürgermeisterin und leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Doreen Radelow (SPD) steht der Entwicklung des Gewerbegebietes nach eigenen Worten aufgeschlossen gegenüber und räumt ein, dass man in der Vergangenheit „nicht richtig zu Potte“ gekommen sei. „Wir gehören im Amt zusammen und brauchen natürlich Gewerbeflächen. Wenn auch in Brenz die grundlegende Bereitschaft für das Gewerbegebiet besteht, werden wir Gespräche führen. Ganz geruht hat das Thema aber nie“, so Doreen Radelow.

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