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Malliss : Neues Feuerwehrauto für die Gemeinde Malliß

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Übergabe des Fahrzeuges wurde zum kleinen Volksfest / Gemeinschaftsaktion ermöglichte Anschaffung

von
erstellt am 06.Okt.2014 | 07:00 Uhr

Es war eine nahezu perfekte Inszenierung, die da am Mallisser Gerätehaus ablief: Die Kameraden der Feuerwehr haben ein neues Fahrzeug erhalten, und zahlreiche Einwohner kosteten die Freude darüber richtig aus. Zunächst wurde der in die Jahre gekommene, 36 Jahre alte Magirus Deutz außer Dienst gestellt. Mit einem letzten Gruß aus dem Martinshorn verschwand die treue Technik-Seele um die nächste Ecke. Dann aber wurde es noch feierlicher. Die Sirene tönte im Dorf und mit zünftigem Sondersignal fuhr der funkelnagelneue MAN vor, geschmückt mit Fahne und Girlanden.

An Bürgermeister Volker Sielaff war es nun, das neue Auto in Dienst zu stellen. Er tat dies mit der Übergabe eines überdimensionalen Autoschlüssels. Die Lorbeeren bei der Anschaffung des neuen Fahrzeuges heimste die vormalige Bürgermeisterin Brigitte Gäth ein. Viel Lob gab es für sie nicht nur, weil sie ein Fass Bier als ihren Ausstand spendiert hatte, sondern weil sie sich vor allem unermüdlich dafür eingesetzt hatte, dass die Mallisser Wehr zu ihrem neuen Auto kam. Dafür ist sie an diesem Abend als Ehrenmitglied in die Mallisser Feuerwehr aufgenommen worden.

„2012 war es, als sich herausstellte, dass das Löschfahrzeug die nächsten Überprüfungen nicht unbeschadet überstehen würde“, erinnerte sich Brigitte Gäth, die zur Bürgermeisterwahl in diesem Jahr nicht wieder angetreten war. Die Gemeinde hatte das Fahrzeug 2004 aus der Partnergemeinde Velen/Ramsdorf in Nordrhein-Westfalen bekommen, ist noch heute dankbar dafür, ersetzte es doch noch ältere Technik.

Mit dem neuen Auto haben sich die Mallisser keinen Luxus-Wunsch erfüllt. „Es ist eine Notwendigkeit, und nicht nur die Wehr hat es erhalten, sondern alle Bürger der Gemeinde“, hob Steffen Reinhold hervor. Dass über das Geld ein paar Worte mehr verloren werden mussten, war klar, hatte die Gemeindevertretung in der vergangenen Woche doch gerade beschlossen, sich angesichts der katastrophalen Gemeindefinanzen unter den Schirm des Landes zu begeben. „Sollen wir sagen, wir können nur noch zu jedem zweiten Unfall ausrücken oder Hochwasserabwehr nicht mit uns, weil unsere Technik streikt?“, fragte denn auch der Wehrführer rhetorisch.

Ein Wermutstropfen fiel aber doch in die Freude, und nicht nur Ehren-Wehrführer Peter Sturm ärgerte sich darüber, dass niemand vom Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes den Weg nach Malliß gefunden hatte. Auch der stellvertretende Landrat Wolfgang Schmülling merkte dies als negativ an. Die Mallisser aber haben ihr neues Auto gefeiert, sie sind dankbar – der Gemeindevertretung, Ronny Schult vom Amt Dömitz-Malliß, dem ehemaligen Kreiswehrführer Heiko Dübel und Jessica Markmann von der Kommunalaufsicht des Landkreises.

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